
Das nigerianische Sicherheits- und Zivilschutzkorps (NSCDC) hat einen Einheimischen namens Bamu Gift Wandji festgenommen. Er steht im Verdacht, eine gefälschte Kryptowährungs-Investitionsplattform erstellt zu haben.
Die nigerianische Kommission für Wirtschafts- und Finanzkriminalität (EFCC) berichtete, dass ein Mann arglose Menschen in den Polyfarm-Betrug gelockt hat, indem er behauptete, es handele sich um eine legitime Möglichkeit, in Kryptowährungen zu investieren, und ihnen hohe Renditen versprach. Wanji erklärte seinen Kunden, seine Polyfarm-Plattform sei mit der Polygon-Blockchain verbunden und habe einen eigenen Token, den Polyfarm Coin, eingeführt.
Der Verdächtige bewarb seine Plattform im sozialen Netzwerk X sowie in den Messenger-Apps WhatsApp und Telegram und hielt Treffen und Seminare in den dicht besiedelten Städten Lagos und Port Harcourt ab.
Die EFCC berichtete, dass Polyfarm nicht bei der nigerianischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) registriert war und keine Lizenz für Kryptowährungs- oder Investitionsgeschäfte in Nigeria besaß. Als betroffene Anleger Probleme beim Abheben ihrer Gelder hatten, beschuldigte Wanji nordkoreanische Hacker der Lazarus-Gruppe, die Plattform gehackt zu haben. Die Strafverfolgungsbehörden stellten jedoch fest, dass die Plattform tatsächlich nicht gehackt worden war.
Die Ermittler gaben an, dass Vanjie die Gelder der Anleger nicht in Kryptowährung investiert habe. Die NSCDC geht davon aus, dass der Polyfarm-Gründer das Geld der Anleger für private Zwecke verwendet hat. Die Höhe des den Anlegern entstandenen Schadens ist nicht bekannt. Die Gelder neuer Anleger wurden unter den frühen Anlegern verteilt, was darauf hindeutet, dass das Projekt als Schneeballsystem betrieben wurde. Der Polyfarm Coin-Token war weder auf CoinMarketCap noch auf anderen Blockchain-Analyseplattformen registriert.
Im vergangenen August wiesen die lokalen Behörden über 100 Ausländer aus, die wegen Kryptobetrugs verurteilt worden waren. Später meldete die nigerianische Finanzaufsichtsbehörde Rekordvolumina bei Kryptowährungstransaktionen im Land und warnte die Bevölkerung vor den Risiken von Investitionen in digitale Vermögenswerte.
