
Der Kurs des Memecoins „Sanae Token“ brach um fast 60 % ein – von 0,0137 US-Dollar auf 0,0058 US-Dollar –, nachdem die japanische Premierministerin Sanae Takaichi jegliche Verbindung zu dem Projekt dementiert hatte. Sie betonte, dass die Entwickler des Tokens keine Erlaubnis zur Verwendung ihres Namens erhalten hätten.
Die Schöpfer des Memecoins, das Projekt „Japan is Back“, entschuldigten sich nach der Äußerung des Premierministers öffentlich bei dem Politiker. Bis Mittwoch, den 4. März, war die Marktkapitalisierung des Tokens von 27,72 Millionen US-Dollar auf 6 Millionen US-Dollar gesunken. Nutzer begannen massenhaft ihre Guthaben abzuheben, nachdem das Projektteam angekündigt hatte, den Namen der Kryptowährung zu ändern und die Token-Inhaber zu entschädigen.
Japan is Back erklärte, die aufgetretenen Probleme seien auf „Kommunikationsschwierigkeiten“ mit Takaichis Büro zurückzuführen. Die Entwickler hatten zuvor behauptet, Gespräche über eine Zusammenarbeit mit ihrer Regierung und der Organisation „Team Sanae Change Japan“ geführt zu haben.
Der Sanae-Token wurde am 25. Februar im Solana-Netzwerk im Rahmen der Initiative „Japan Reclaim Plan“ eingeführt. Das Projekt wird von der NoBorder-DAO-Community umgesetzt, die vom Unternehmer Yuji Mizoguchi gegründet wurde. Auf der Website des Tokens waren der Name und eine Karikatur von Sanae Takaichi zu sehen. Mizoguchi behauptete später in einer YouTube-Show, das Projektteam stehe in Verbindung mit dem engsten Umfeld der Politikerin, was zu einem rasanten Kursanstieg des Tokens führte.
Am 2. März wies Sanae Takaichi öffentlich jegliche Verbindung zu Sanae Token zurück. Im Anschluss an die Erklärung des Premierministers leitete die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) eine Untersuchung gegen die Kryptowährung und ihre Schöpfer ein. Die Behörde beabsichtigt zu prüfen, ob der Emittent über eine Lizenz für den Betrieb von Krypto-Assets verfügt. Andernfalls drohen eine Geldstrafe von bis zu 5 Millionen Yen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Die FSA hatte zuvor vorgeschlagen, Kryptowährungen als Finanzprodukte einzustufen, um einen einheitlichen Steuersatz von 20% auf sie anzuwenden.
