
Der 26-jährige stellvertretende Direktor eines Kindergeschäfts in Achinsk überwies 9,3 Millionen Rubel an Betrüger in der Hoffnung, von Kryptowährungstransaktionen zu profitieren, wie die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk mitteilte.
Laut der Behörde suchte die Frau im Dezember 2025 nach Möglichkeiten, ihr Einkommen aufzubessern, und stieß dabei auf ein Online-Angebot, mit dem man durch den Weiterverkauf von Kryptowährung Geld verdienen konnte. Nachdem sie auf den Link geklickt hatte, wurde sie von einem Mann kontaktiert, der sich als „führender Spezialist“ vorstellte.
In den ersten zwei Monaten überwies sie rund 40.000 Rubel und hob erfolgreich Geld ab, was ihr den Eindruck vermittelte, der Service sei zuverlässig. Daraufhin wurde ihr ein Upgrade auf das „Silber“-Paket angeboten. Anschließend zahlte sie 240.000 Rubel ein. Im Februar 2026 nahm sie einen Kredit über 600.000 Rubel auf und überwies den Betrag auf die Plattform.
Als ihr Kontostand 25.000 Dollar erreichte, versuchte sie, das Geld abzuheben, wurde jedoch aufgefordert, eine „Versicherungsgebühr“ von 3.000 Dollar zu zahlen. Nachdem sie sich weigerte, wurde ihr Konto gesperrt.
Unter dem Vorwand, das Geld zurückzuzahlen, überredeten die Betrüger die Frau, ihre Verwandten miteinzubeziehen. Daraufhin registrierte die Frau auf Anweisung ihrer Mutter eine Krypto-Wallet im Namen ihrer Mutter, die anschließend 537.000 Rubel überwies. Später wurde auch ihr Stiefvater in den Betrug verwickelt und dazu gebracht, als „Bürge“ aufzutreten. Er überwies den Betrügern zunächst 4 Millionen Rubel, dann 3,2 Millionen und später weitere 800.000 Rubel.
Der Gesamtschaden belief sich auf 9,3 Millionen Rubel. Ein Strafverfahren wurde gemäß Artikel 159 des russischen Strafgesetzbuches (Betrug) eingeleitet.
Ein ähnlicher Fall wurde zuvor in der Region Murmansk verzeichnet: Ein Einwohner der Stadt Poljarnyje Sori verlor etwa 3,5 Millionen Rubel, als er versuchte, in Kryptowährung zu investieren und dabei auf ein Betrugssystem mit einem falschen Anwalt stieß.
