
Das Bitcoin Policy Institute (BPI) hat einen vom Repräsentantenhaus von Kentucky verabschiedeten Gesetzentwurf verurteilt. Dieser verpflichtet Hersteller von Hardware-Wallets, den Besitzern die Wiederherstellung von Passwörtern, PINs und Seed-Phrasen zu ermöglichen.
Dies sei technisch unmöglich, ohne Daten an Dritte, wie beispielsweise den technischen Support des Wallet-Herstellers, weiterzugeben, betont BPI. Zudem widerspreche dies dem Kernmerkmal von Non-Custodial Wallets: Selbst Hersteller hätten keinen Zugriff auf die privaten Schlüssel oder Seed-Phrasen der Nutzer.
Laut Experten des Instituts könnte der Gesetzentwurf das Prinzip der Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte, ein Schlüsselelement des Krypto-Ökosystems, untergraben. Sie argumentieren, dass die Möglichkeit, eine Seed-Phrase wiederherzustellen, bedeutet, dass diese faktisch nicht nur vom Nutzer, sondern auch vom Wallet-Hersteller gespeichert wird.

Der Gesetzentwurf liegt derzeit dem Senat von Kentucky vor.
In Connecticut hat die Aufsichtsbehörde den Betrieb von Krypto-Geldautomaten durch Bitcoin Depot, einen der größten US-amerikanischen Anbieter, vorübergehend untersagt. Das Unternehmen hat seine Lizenz als Geldtransferdienstleister in dem Bundesstaat verloren, und seine Automaten dürfen nicht mehr betrieben werden.
