
Robert Mitchnick, Leiter der Abteilung für die Entwicklung digitaler Vermögenswerte bei BlackRock, erklärte, dass künstliche Intelligenz langfristig einen größeren Einfluss auf den Kryptomarkt haben könnte als die Entstehung neuer Token.
Auf der Digital Asset Summit Konferenz in New York wies er auf eine Veränderung im Anlageverhalten von Unternehmen hin. Seinen Angaben zufolge konzentrieren diese ihre Investitionen zunehmend auf Bitcoin und Ethereum und ziehen andere Kryptowährungen praktisch nicht mehr in Betracht.
Mitchnick erklärte dies damit, dass die meisten neuen Token langfristig nicht relevant bleiben und das Interesse großer Investoren nicht wecken. „Die meisten Altcoins sind völliger Unsinn“, sagte er.
Seiner Ansicht nach entwickelt sich künstliche Intelligenz zu einem bedeutenderen Trend als Kryptowährungen, und es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den beiden Bereichen. Die traditionelle Finanzinfrastruktur, einschließlich der Systeme von Fedwire und SWIFT, ist nicht für Operationen durch autonome Programme ausgelegt.
Mitchnick ist überzeugt, dass Kryptowährungen diese Lücke schließen können. Er bezeichnete sie als „Computergeld“ und künstliche Intelligenz als „Computerdaten“ und betonte damit die sich entwickelnde natürliche Symbiose zwischen ihnen. In diesem Modell fungiert die Krypto-Infrastruktur nicht als Spekulationsmarkt, sondern als funktionaler Bestandteil der KI-Ökonomie.
Er wies außerdem darauf hin, dass einige Bergbauunternehmen bereits Rechenleistung für KI-bezogene Aufgaben umverteilen. Konkret rüsten Hut 8, Core Scientific und Iren ihre Rechenzentren um oder schließen Verträge über Hochleistungsrechner ab.
Laut Mitchnick könnte die Verbreitung von KI mit zunehmender Unsicherheit aufgrund von Automatisierung und Arbeitsplatzverlusten einhergehen. Unter diesen Umständen könnte Bitcoin als Risikostreuer dienen, da er mit der Infrastruktur der neuen Technologieökonomie verbunden ist.
Mitchnick hatte zuvor erklärt, dass Bitcoin, um ein globales Zahlungsnetzwerk zu werden, Second-Layer-Lösungen (L2) entwickeln müsse, darunter das Lightning Network.
