Russische Banken werden zu Kryptobörsen, sagt Nabiullina

Российские банки станут криптообменниками — Набиуллина

Die russische Zentralbank plant Gesetzesänderungen, die es Banken und Brokern ermöglichen würden, ohne zusätzliche Lizenz zu Kryptobörsen zu werden – eine einfache Meldung genügt. Dies gab die Zentralbankchefin Elvira Nabiullina bekannt.

Nabiullina erklärte die Wahl von Banken als Intermediäre für Kryptowährungstransaktionen mit deren bestehenden Systemen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Dies sei bei der Arbeit mit digitalen Vermögenswerten von entscheidender Bedeutung, so die Chefin der Zentralbank.

Die Zentralbank wolle außerdem das Volumen der Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, die Banken durchführen dürfen, auf höchstens 1 % des Kapitals eines Kreditinstituts begrenzen, sagte Nabiullina.

Die Zentralbank hat gemeinsam mit dem Finanzministerium ein Gesetzespaket zur Regulierung des Kryptomarktes erarbeitet. Laut den Änderungen dürfen künftig nur noch Finanzinstitute mit einer Banklizenz und einem monatlichen Umsatz von über 3,5 Millionen Rubel Kryptobörsen offiziell betreiben. Über legale Kryptobörsen können Russen künftig im Ausland erworbene Kryptowährungen auf ein Bankkonto einzahlen oder an ausländische Börsen überweisen sowie Kryptowährungen verkaufen und den Erlös auf ein russisches Bankkonto einzahlen. Die Zentralbank rechnet damit, dass das Gesetz bis zum 1. Juli in Kraft tritt. Die Behörden planen außerdem, erst 2027 Strafen für Verstöße gegen die Kryptowährungsgesetze einzuführen.

Darüber hinaus beabsichtigt die Zentralbank, Investmentfonds den Kauf von Kryptowährungen zu gestatten. Dies bezieht sich ausdrücklich auf den direkten Kauf von Kryptowährungen, nicht auf derivative Finanzinstrumente.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *