Wie wird der nächste Krypto-Winter aussehen?
Krypto-Winter sind Perioden anhaltenden Preisrückgangs auf dem Markt für digitale Vermögenswerte. Erfahrene Mitglieder der Krypto-Community wissen, dass, egal wie stark das Kurswachstum ist, auf jeden Fall eine „Abkühlung“ folgt.
Raphael Polansky, Director of Business Development bei BitMEX, hat verraten, wie der nächste Krypto-Winter aussehen könnte.
Was Sie über Crypto Winters wissen müssen
Der Krypto-Winter ist durch einen anhaltenden Preisverfall auf dem Markt für digitale Vermögenswerte gekennzeichnet. Die Notierungen der meisten Kryptowährungen brechen ein und verharren lange Zeit auf lokalen Tiefstständen. Beispielsweise verzeichnet Bitcoin einen Rückgang von 70-80 % gegenüber dem zuvor verzeichneten absoluten Maximum.
Die Zahl neuer Projekte nimmt ab, und auch das Investitionsvolumen sinkt. Der Kursrückgang führt zu Verlusten. Bergleute und Händler reduzieren ihre Aktivitäten aufgrund von Unrentabilität.
Außerdem sinkt in solchen Zeiten das Interesse an Kryptowährungen. Investoren und Medien sprechen weniger über digitale Vermögenswerte. Und die veröffentlichten Berichte sind oft negativ. Unten sehen Sie eine Kurve der Anzahl von Veröffentlichungen, deren Autoren den Zusammenbruch von Bitcoin vorhersagen. Die meisten dieser Berichte werden während Krypto-Wintern veröffentlicht.
Der Markt hat bereits mehrere Krypto-Winter erlebt. Diese haben verschiedene Gründe:
- Nach einem rasanten Wachstum wird der Markt überhitzt. Jeder, der Kryptowährungen kaufen wollte, hat dies bereits getan. Infolgedessen kommt es zu massiven Verkäufen.
- Die massiven Ausverkäufe schüren die Panik der Anleger, was den ohnehin schon starken Druck auf die Aktienkurse noch weiter verstärkt.
Dem Krypto-Winter gehen oft spektakuläre negative Ereignisse voraus, wie beispielsweise der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im Jahr 2022. Im Jahr 2025 könnte laut einigen Marktteilnehmern Strategy, der größte BTC-Investor unter den börsennotierten Unternehmen, die größte Bedrohung darstellen. Investoren befürchten, dass die angehäuften Schulden des Unternehmens es zum Ausverkauf von Bitcoins zwingen werden.
Wie wird der nächste Krypto-Winter aussehen?
Der nächste Krypto-Winter wird sich laut dem Experten von den vorherigen unterscheiden. Statt des für vergangene „Freezes“ charakteristischen steilen Rückgangs könnten zukünftige Korrekturen weniger tief, aber potenziell länger ausfallen. Deshalb kam unser Gesprächspartner zu folgendem Schluss:
- Der Markt für Kryptowährungen ist stark angestiegen und seine Gesamtmarktkapitalisierung hat inmitten der Erwartungen einer Zinssenkung durch die US-Notenbank die Marke von 4,18 Billionen US-Dollar überschritten.
- Die Nachfrage nach BTC und ETH als institutionelle Reserveanlagen wächst.
- Der US-Kongress verabschiedete mit dem GENIUS Act das erste Gesetz zur Regulierung von Stablecoins. Am 18. Juli unterzeichnete Donald Trump es. Das Gesetz ebnete den Weg für die Nutzung von Stablecoins, die durch US-Vermögenswerte gedeckt sind, für internationale Zahlungen. Dies zeigt, dass Kryptowährungen zunehmend als etablierte Finanzanlage anerkannt werden.
„Die Phase des unberechenbaren Kryptomarktes weicht allmählich einer strukturierteren und reiferen Phase. Der konstante Zufluss von institutionellem Geld, zumindest in Vermögenswerten wie BTC und ETH und teilweise in XRP und Solana, wird die Korrekturwellen höchstwahrscheinlich verändern“, schloss Raphael Polansky.
Zur Erinnerung: Der Gründer von Strategy (ehemals MicroStrategy), Michael Saylor, meinte zuvor, es werde keinen Krypto-Winter mehr geben. Der Geschäftsmann bezeichnete institutionelle Investoren als wichtigste „Rettungsleine“ für Kryptowährungen. Einige Mitglieder der Krypto-Community hingegen glauben, dass Großinvestoren früher oder später anfangen werden, Gewinne zu fixieren, weshalb der Markt in einen Krypto-Winter stürzen wird.
Источник: cryptocurrency.tech