
Die zunehmende geopolitische Instabilität führt zu verstärkten Kapitalzuflüssen in sichere Anlagen und zwingt Anleger, ihre Anlagestrategien anzupassen. Inmitten dieser Eskalation reduzieren Marktteilnehmer ihre Investitionen in Aktien und Kryptowährungen und bevorzugen Gold, das traditionell als sicherer Hafen gilt.
Branchenkennern zufolge haben die Ölexportmengen deutlich zugenommen. Vom 15. Februar bis Freitag erreichten die Lieferungen von der Insel Charg 20,1 Millionen Barrel, etwa das Dreifache des Wertes vom Januar. Experten sehen darin die Voraussetzung für einen starken Anstieg des Ölpreises auf dem internationalen Markt.
Die Spannungen zwischen verschiedenen Ländern stellen weiterhin einen zusätzlichen Faktor dar. Analysten von Bitunix gehen davon aus, dass der Goldpreis bei einer Eskalation der Lage im Nahen Osten innerhalb von zwei Wochen um etwa 15 % steigen könnte. In diesem Szenario könnte der Preis aufgrund der stark steigenden Nachfrage fast 5.800 US-Dollar pro Unze erreichen.
Der Kryptowährungsmarkt reagiert auch auf Veränderungen der geopolitischen Lage. Eine Stärkung des US-Dollars könnte Druck auf Bitcoin ausüben, der dann auf 64.000 bis 65.000 US-Dollar fallen könnte.
Sollte die Inflation in den USA jedoch ansteigen, könnten einige Anleger Kryptowährungen als alternative Absicherung in Betracht ziehen. Dann könnten die Bitcoin-Kurse wieder auf etwa 69.000 US-Dollar steigen.
Der Trend zur Kapitalumschichtung ist in Asiens größten Volkswirtschaften bereits deutlich erkennbar. Laut Schätzungen des Kobeissi Letter erreichten die Zuflüsse in Gold-ETFs in Indien 250 Milliarden Rupien. Dieser Wert ist ein Rekord und übertraf erstmals die Investitionen in Aktienfonds. Seit Juli 2025 sind die Investitionen in Gold-ETFs um mehr als 900 % gestiegen, während das Interesse am Aktienmarkt um fast 1,9 Milliarden US-Dollar zurückging.
