
Laut Bloomberg, das sich auf gut informierte Kreise beruft, hat die Prognoseplattform Kalshi in einer neuen Finanzierungsrunde 1 Milliarde Dollar bei einer Unternehmensbewertung von 22 Milliarden Dollar eingesammelt.
Coatue Management führte die Finanzierungsrunde an. Die vorherige Runde wurde von Paradigm angeführt, mit Beteiligung von Sequoia Capital, Andreessen Horowitz und ARK Invest.
Die Behörde merkte an, dass der Deal das erhebliche Interesse von Risikokapitalgebern an der schnell wachsenden Prognosemarktbranche widerspiegelt, trotz der jüngsten Gegenreaktion von Gesetzgebern, die Bedenken hinsichtlich der Anfälligkeit der Plattformen für Insiderhandel und Manipulation geäußert haben.
Susquehanna International Group und Jump Trading fungieren als Market Maker auf Kalshi.
Im Februar schloss Tradeweb Markets eine Vereinbarung mit Kalshi, um Nutzern seiner Anleihenhandelsplattform Prognosemarktdaten bereitzustellen. Im Rahmen dieser Vereinbarung erwarb das Unternehmen eine Beteiligung an Kalshi.
Wettbewerbsumfeld
Laut einer Quelle von Bloomberg erreichte Kalshis Jahresumsatz 1,5 Milliarden US-Dollar. Laut Dune Analytics überstieg das Handelsvolumen der Plattform im Februar 10 Milliarden US-Dollar – das Zwölffache des Wertes von sechs Monaten zuvor. Das beschleunigte Wachstum des Handelsvolumens war größtenteils auf die Einführung von Sportwetten zurückzuführen.
Kalshis größter Konkurrent, Polymarket, weist ähnliche Wachstumsraten auf und konzentriert sich vorwiegend auf Kunden außerhalb der USA.
Wöchentliches nominales Handelsvolumen auf Polymarket und Kalshi. Quelle: Dune Analytics.
Im vergangenen Jahr haben Kalshi und Polymarket mehrere Investitionsrunden abgeschlossen und dadurch ihre Unternehmensbewertungen deutlich gesteigert.
Siehe auch: Kalshi und Polymarket planen eine Kapitalerhöhung mit einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar – WSJ
Kritik im Kongress
Das explosionsartige Wachstum der Aktivitäten warf Fragen bei Gesetzgebern und Aufsichtsbehörden auf. Anzeichen für Insiderhandel könnten der Auslöser gewesen sein.
Im März erhob der Generalstaatsanwalt von Arizona Anklage gegen Kalshi wegen des Betriebs von, wie es hieß, „illegalen Glücksspielgeschäften“.
Zusätzlicher Druck auf diese Projekte kommt von den staatlichen Glücksspielbehörden. Lokale Behörden stufen Sportwettenmärkte als unlizenziertes Glücksspiel ein, obwohl die CFTC die ausschließliche Zuständigkeit des Bundes für solche Derivate beansprucht.
Zuvor hatten die US-Abgeordneten Blake Moore und Salud Carbajal einen Gesetzentwurf eingebracht, der es Vorhersageplattformen verbieten soll, Wetten auf Kriegs- und Sportthemen abzuschließen.
Senator Chris Murphy bereitet ein Gesetz vor, das die Vergabe von Aufträgen für Regierungsentscheidungen verbieten soll, da er Mitarbeiter des Weißen Hauses des Insiderhandels verdächtigt.
Am 10. März forderten Führungskräfte von Nasdaq und CME eine Klarstellung der Regulierung von Prognoseplattformen, um deren Akzeptanz in den USA zu fördern.
Zum Thema: Wer verdient wirklich Geld an Prognosemärkten?
