China stärkt den Yuan inmitten des Konflikts zwischen den USA und der EU.

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Das Vertrauen in den US-Dollar ist angesichts der zunehmenden Kritik am Federal Reserve System (Fed) unter Druck geraten. Verschärft wird die Situation durch die steigenden geopolitischen Spannungen um Washingtons Interesse an Grönland.

Unter den gegenwärtigen Umständen profitiert China indirekt von der Krise. Peking treibt den Handel mit Yuan aktiv voran und entwickelt Zahlungssysteme, um Länder anzulocken, die an einer Diversifizierung ihrer Währungsreserven interessiert sind.

Dollarstabilität durch politischen Druck bedroht

Jüngste politische Entscheidungen in Washington haben eine Welle der Unsicherheit an den globalen Märkten ausgelöst. Der Dollar zählt zu den am stärksten gefährdeten Vermögenswerten. Der Vertrauensverlust in die Stabilität der globalen Reservewährung steht im Zusammenhang mit aufsehenerregenden Ereignissen, darunter die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell.

Viele Experten sehen in den Maßnahmen der Trump-Regierung einen Versuch, die US-Notenbank (Fed) zu Zinssenkungen zu zwingen. Wirtschaftsdaten und Stellungnahmen des Offenmarktausschusses (FOMC) deuten jedoch darauf hin, dass solche Maßnahmen nicht notwendig sind. Die Intervention des Justizministeriums in die Angelegenheiten der Fed markierte eine außergewöhnliche Eskalation des Konflikts. Dieser Schritt hat bei Anlegern Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbank und der Stabilität des Dollars geweckt.

Die Einheit zwischen den USA und der EU beginnt zu schwächeln.

Lange Zeit traten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union geschlossen auf, doch dieser Zusammenhalt beginnt nun zu bröckeln. Die jüngste Eskalation der Spannungen entzündete sich am Status Grönlands. Nachdem europäische Staats- und Regierungschefs eine mögliche Übernahme des halbautonomen Gebiets durch die USA abgelehnt hatten, drohte Washington mit einem zehnprozentigen Einfuhrzoll auf Waren aus acht europäischen Ländern.

Als Reaktion darauf haben europäische Staats- und Regierungschefs begonnen, Gegenmaßnahmen vorzubereiten. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten beabsichtigen, in den kommenden Tagen eine koordinierte Antwort auf die Drohungen aus Washington zu erörtern. Derzeit unternehmen die Parteien keinerlei Versuche zur Deeskalation. US-Finanzminister Scott Bessent warnte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die EU vor Gegenmaßnahmen. Zunehmende Risiken und Handelsunsicherheit schaffen die Voraussetzungen für Wettbewerber, die die Schwäche westlicher Institutionen ausnutzen wollen.

China nutzt die Fragmentierung des westlichen Blocks aus.

Peking hat seit Langem die Grundlagen für ein alternatives Finanzsystem geschaffen. China hat die Abwicklung von Yuan-Zahlungen kontinuierlich ausgebaut, seine eigene grenzüberschreitende Zahlungsinfrastruktur gefördert und die internationale Verwendung seiner Währung angeregt. Diese Initiativen zielten ursprünglich darauf ab, die Abhängigkeit von der US-Politik und das Risiko von Sanktionen zu verringern.

Diese Projekte sind angesichts der Sorgen um die institutionelle Stabilität der Vereinigten Staaten gerade jetzt besonders wichtig. Die gegenwärtige Situation bietet Peking strategische Chancen, die nicht nur durch Chinas Handeln, sondern auch durch die Unsicherheit der amerikanischen Führung geprägt sind. China muss den Dollar nicht unbedingt vollständig verdrängen. Der Reiz seiner Vorschläge liegt in der Bereitstellung alternativer Zahlungs- und Finanzierungswege.

Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Washington und Brüssel bestärken diese Positionen nur. Die Schwächung der westlichen Einheit untergräbt die Wahrnehmung des Dollars als Fundament der Weltordnung. Für Länder, die Handelsstörungen befürchten, erscheint Chinas expandierende Finanzinfrastruktur als tragfähige Alternative. Indem Washington die Stärke seiner eigenen Institutionen auf die Probe stellt, schafft es somit Raum für Pekings stillen Einflusszuwachs.

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