Das Transaktionsvolumen auf der digitalen Währungsplattform der chinesischen Zentralbank hat sich um das 2.500-fache erhöht.

Bild Das Transaktionsvolumen auf der staatlichen chinesischen Zentralbank-Plattform für digitale Währungen, mBridge, hat 55,5 Milliarden US-Dollar überschritten. Dies entspricht etwa dem 2.500-Fachen des Volumens zum Projektstart im Jahr 2022.

Bis Anfang 2026 hatte die mBridge-Plattform rund 4.000 grenzüberschreitende Zahlungen abgewickelt. Fast alle Transaktionen (ca. 95 %) erfolgten in digitalem Yuan (e-CNY). e-CNY ist das weltweit größte aktive Experiment mit einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Laut der Chinesischen Volksbank (PBOC) wurden bereits über 3,4 Milliarden e-CNY-Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 16,7 Billionen Yuan (2,4 Billionen US-Dollar) verarbeitet. Dies entspricht einem Anstieg von über 800 % gegenüber 2023.

Laut Alisha Chhangani, Expertin beim Atlantic Council, streben China und seine Partner nicht die vollständige Ablösung des Dollars an, sondern die Schaffung eines parallelen Zahlungssystems, das die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern soll. Zwar dürfte das mBridge-Projekt die Vormachtstellung des Dollars nicht direkt in Frage stellen, doch könnte es die US-Währung nach Ansicht der Analystin schrittweise schwächen.

Chhangani ist überzeugt, dass sich mBridge zunehmend auf die Handelsabwicklung konzentrieren wird, insbesondere in den Bereichen Energie und Rohstoffe.

Aktuell beteiligen sich die Zentralbanken Chinas, Hongkongs (einer Sonderverwaltungszone Chinas), Thailands, der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens an den Tests der mBridge-Plattform. Saudi-Arabien trat dem Projekt im Sommer 2024 als letztes Land bei.

Im November 2025 fand die erste Transaktion mit einer nicht-chinesischen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) auf mBridge statt. Die Transaktion mit dem digitalen Dirham wurde vom Finanzministerium der Vereinigten Arabischen Emirate und dem Finanzamt von Dubai durchgeführt.

Ursprünglich beaufsichtigte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die Entwicklung und den Ausbau der chinesischen Plattform. Ende 2024 zog sich die Schweizer Institution jedoch aus dem Projekt zurück und konzentrierte sich auf ein anderes, an dem sieben Zentralbanken beteiligt sind: die Federal Reserve Bank of New York, die Banque de France (im Auftrag der Europäischen Zentralbank), die Bank of Japan, die Schweizerische Nationalbank und die Bank of England. Laut einer Analyse des Atlantic Council hat dieses Projekt noch nicht dasselbe Transaktionsvolumen wie mBridge erreicht.

Ab 2026 erheben chinesische Banken Zinsen für die Aufbewahrung digitaler Yuan. Die Behörden des Landes erhoffen sich dadurch, dass noch mehr Privatpersonen und Unternehmen die digitale Währung nutzen werden.

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