Laut 0xngmi, Mitbegründer der DeFi-Analyseplattform Llama, werden Krypto-Startups mit eigenen Token und monatlichen Einnahmen von 1 Million US-Dollar oder mehr 50 % häufiger eingestellt als neue Projekte, die auf die Einführung eigener Coins verzichten.
Seiner Meinung nach beeinträchtigt der Wunsch, einen Token auszugeben, die langfristigen Perspektiven von Kryptowährungs-Startups negativ, auch wenn diese bereits einige Erfolge auf dem Markt erzielt haben.
„Die tatsächliche Projektausfallrate dürfte sogar noch höher liegen, da Projekte mit hoher Marktkapitalisierung, die nie Umsätze generierten, nicht berücksichtigt wurden. Ebenfalls von der Analyse ausgeschlossen waren Unternehmen, die vor ihrer Notierung an Kryptobörsen geschlossen wurden“, erklärte 0xngmi.
Der Krypto-Unternehmer erklärte, dass die Einführung neuer Token oft Spekulanten anlockt, die innerhalb weniger Tage nach Erhalt der Belohnungen das Interesse am Projekt verlieren. Projektschließungen seien mitunter die Schuld der Gründer selbst, die durch die Produkteinführung schnell reich werden und sich dann nicht mehr um die tatsächliche Weiterentwicklung des Projekts kümmern.
Die Einführung einer eigenen Kryptowährung stellt Startups vor technische Herausforderungen. Kleine Projekte riskieren, aufgrund geringer Handelsaktivität von großen zentralisierten Kryptobörsen ausgeschlossen zu werden. Um dies zu vermeiden, sind die Teams gezwungen, ihre begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen für die künstliche Aufrechterhaltung der Handelsaktivität aufzuwenden, erklärte der Mitgründer von DeFi Llama.
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin glaubt, dass viele soziale und Gaming-Blockchain-Projekte aus einem einzigen Grund scheitern: Die Entwickler konzentrieren sich zu sehr auf die Technologie und die Token-Ausgabe.
