
Christopher Waller, Mitglied des Federal Reserve Board of Governors, äußerte sich in seinen jüngsten Stellungnahmen bemerkenswert zur Zinspolitik.
Waller sagte, er habe nach der Veröffentlichung schwacher Arbeitsmarktdaten im Februar zunächst eine Senkung der Zinssätze erwogen, doch erhöhte Inflationsrisiken und geopolitische Ereignisse hätten ihn umgestimmt.
In einem Interview mit CNBC erklärte Waller, dass er nach dem Verlust von 92.000 Arbeitsplätzen im Februar geplant hatte, gegen die Entscheidung der Fed, die Zinsen unverändert zu lassen, zu stimmen und stattdessen für eine Zinssenkung zu stimmen. „Als ich diese Daten sah, dachte ich, ich würde gegen die Zinssenkung stimmen“, sagte Waller, betonte aber, dass die globalen Ereignisse die Situation schnell verändert hätten.
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Waller merkte an, dass die zunehmenden Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, und die Schließung der Straße von Hormus aufgrund von Konflikten mit dem Iran zu steigenden Energiepreisen und damit zu erhöhten Inflationsrisiken geführt haben. Da die hohen Ölpreise möglicherweise länger anhalten könnten, befürwortet der Fed-Vertreter einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs.
Waller erklärte außerdem, die aktuelle Geldpolitik sei bereits restriktiv und sehe derzeit keine Zinserhöhungen vor. Er fügte jedoch hinzu, dass bei einem erneuten Rückgang der Inflation und einer Abschwächung des Arbeitsmarktes die Frage von Zinssenkungen Ende 2026 erneut in Betracht gezogen werden könnte.
*Dies ist keine Anlageberatung.
