
- Die EZB sucht Spezialisten für zwei Arbeitsgruppen zum CBDC-Projekt.
- Eine davon wird sich mit der Einführung digitaler Euros in Geldautomaten und Terminals befassen.
- Die Währung soll auch offline verfügbar sein.
- Das Pilotprojekt könnte bereits 2027 starten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Besetzung zweier Arbeitsgruppen zur Entwicklung des Projekts „Digitaler Zentralbank-Euro“ (CBDC) bekannt gegeben. Eine der Arbeitsgruppen wird mit der Ausarbeitung der Regeln und Mechanismen für die Implementierung der Währung an Geldautomaten und Terminals beauftragt.
Laut Pressemitteilung gehören die Experten der Regelsetzungsgruppe für den digitalen Euro (RDG) an. Die EZB bereitet damit den Weg für die mögliche Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in der Zukunft.
Die Ankündigung deutet darauf hin, dass die Organisation Spezialisten in zwei Bereichen sucht. Die erste Gruppe wird sich darauf konzentrieren, wie der digitale Euro an Geldautomaten und Zahlungsterminals, auch offline, funktionieren wird.
Das zweite Projekt wird ein Zertifizierungs- und Verifizierungssystem für Zahlungslösungen entwickeln. Dieses System wird die Standards festlegen, nach denen Geräte und Dienste, die zukünftig digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) akzeptieren, verifiziert werden.
Das Auswahlverfahren für Spezialisten wird bis zum 10. April 2026 andauern. Die EZB betonte jedoch, dass die in Entwicklung befindlichen Regeln flexibel genug sein werden, um etwaige Änderungen zu berücksichtigen, da der Gesetzgebungsprozess rund um den digitalen Euro noch andauert.
Die Organisation hatte zuvor angekündigt, im ersten Quartal 2026 mit der Auswahl von Zahlungsdienstleistern für das Pilotprojekt zu beginnen. Die EZB plante, die Tests bis 2027 aufzunehmen.
Zuvor, im Oktober 2025, erschienen in der Presse Informationen, wonach die EZB voraussichtlich bereits 2029 eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen würde.
Gleichzeitig halten einige Länder die Entwicklung einer digitalen Währung aus verschiedenen Gründen für unpraktisch. Norwegen beispielsweise hat erklärt, dass das bestehende Zahlungssystem keinerlei Anpassungen oder Änderungen erfordert.
