
Digitale Anlageprodukte verzeichneten in der Woche vom 12. bis 16. Januar 2026 einen Nettozufluss von 2,17 Milliarden US-Dollar. Dies war der höchste wöchentliche Zufluss seit dem 10. Oktober 2025, nach einem schweren Markteinbruch. Der Großteil des Zuflusses erfolgte in den ersten Tagen der Woche. Am Freitag hatte sich die Marktstimmung jedoch merklich verschlechtert.
Am letzten Tag des Berichtszeitraums verzeichneten die Fonds einen Abfluss von 378 Millionen US-Dollar. Dieser war auf diplomatische Spannungen im Grönlandkonflikt und erneute Drohungen mit zusätzlichen Handelszöllen gegen die EU zurückzuführen. Gerüchte über Personalveränderungen bei der US-Notenbank Federal Reserve belasteten den Markt. Insbesondere wurde darüber diskutiert, ob Kevin Hassett, der als Verfechter einer lockeren Geldpolitik gilt, im Amt bleiben würde.
Regional betrachtet waren die Kapitalzuflüsse breit gefächert. Die USA führten mit Investitionen von 2,05 Milliarden US-Dollar in Kryptoprodukte. Deutschland folgte mit 63,9 Millionen US-Dollar. Auch in der Schweiz, Kanada und den Niederlanden wurden signifikante Zuflüsse verzeichnet. Dies deutet auf ein anhaltendes institutionelles Interesse an digitalen Vermögenswerten in entwickelten Volkswirtschaften hin.
Bitcoin profitierte am meisten von den Kapitalzuflüssen. BTC- basierte Anlageprodukte zogen im Berichtszeitraum 1,55 Milliarden US-Dollar an. Analysten stellten fest, dass die Nachfrage trotz politischer und makroökonomischer Risiken weiterhin hoch ist. Dies bestätigt den Status von Bitcoin als wichtigen Vermögenswert für institutionelle Portfolios.
Ethereum verzeichnete trotz der Diskussionen in den USA über mögliche Renditeobergrenzen für Stablecoins im Rahmen des CLARITY Act weiterhin stetige Zuflüsse. ETH-basierte Produkte zogen in der vergangenen Woche 496 Millionen US-Dollar an. SOL-Fonds verzeichneten Zuflüsse von 45,5 Millionen US-Dollar. Auch im Altcoin-Sektor waren positive Kapitalflüsse zu beobachten. XRP erzielte mit 69,5 Millionen US-Dollar das größte Volumen. Produkte auf Basis von SUI, LIDO und HBAR entwickelten sich ebenfalls positiv.
