
Der russische Finanzmarkt bereitet sich auf die Einführung legaler Transaktionen mit digitalen Währungen vor. Laut Interfax, die sich auf Ekaterina Lozgacheva, Direktorin der Abteilung für strategische Entwicklung der Zentralbank, beruft, könnten die ersten Transaktionen noch vor Jahresende stattfinden.
Die Regulierungsbehörde erwartet eine lebhafte Diskussion über den Gesetzentwurf, sobald er die Staatsduma erreicht.
Fristen für die Adoption
Der Gesetzentwurf soll voraussichtlich im März offiziell dem Parlament vorgelegt werden. Am 12. Februar erklärte Wladimir Tschistjuchin, Erster Stellvertretender Vorsitzender der Zentralbank, dass die Frühjahrssitzung entscheidend für die Legalisierung der Branche und die Öffnung dieses Wirtschaftszweigs sein werde.
Die Behörden planen angeblich, ab 2026 eine Übergangsphase einzuleiten, in der Marktteilnehmer die notwendigen staatlichen Lizenzen erhalten können.
Die Verabschiedung des Gesetzes gibt den Unternehmen Zeit, interne Regelungen zu entwickeln. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass klare Regeln für die transparente Funktionsweise des gesamten Sektors unerlässlich sind; die Behörde hat Ende letzten Jahres mit der Ausarbeitung dieser Regeln begonnen.
Anlagenstatus
Der von der Zentralbank im Dezember 2025 der Regierung vorgelegte Regulierungsrahmen stuft Kryptowährungen und Stablecoins als Währungsanlagen ein.
Das bedeutet, dass sie zwar legal gekauft und verkauft werden dürfen, aber weiterhin nicht als Zahlungsmittel innerhalb des Landes verwendet werden können.
Darüber hinaus werden Transaktionen über die bestehende Infrastruktur möglich sein. Somit können Börsen, Broker und Vermögensverwalter auf Basis ihrer bestehenden Lizenzen mit Krypto-Assets arbeiten.
Die Regulierungsbehörde wird zusätzliche Anforderungen nur für spezialisierte Verwahrstellen und Kryptobörsen festlegen.
Grenzen für Investoren
Die Zentralbank plant, Marktteilnehmer nach Risikostufe zu kategorisieren. Qualifizierte Anleger sollen digitale Währungen ohne Mengenbeschränkungen erwerben können.
Für nicht qualifizierte Personen führt die Agentur eine Ausgabengrenze von 300.000 Rubel pro Jahr ein. Dieser Betrag kann über einen lizenzierten Vermittler ausgegeben werden.
Der stellvertretende Finanzminister Iwan Tschebeskow betonte zuvor, dass dieses Modell die Sicherheit der Investitionen der Bürger gewährleisten und gleichzeitig den Zugang zu einer neuen Anlageklasse erhalten würde.
