Die Sberbank erläuterte den Unterschied zwischen Kryptowährungen und dem digitalen Rubel.

Bild Der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sberbank, Alexander Vedyakhin, hob den Vorteil des digitalen Rubels gegenüber Kryptowährungen hervor: Er sei ein legales Zahlungsmittel, während dies bei Kryptowährungen nicht der Fall sei.

Vedyakhin merkte an, dass der digitale Rubel neben Bargeld und bargeldlosen Zahlungsmitteln als dritte Form der russischen Landeswährung gilt. Der digitale Rubel werde nicht mit Kryptowährungen konkurrieren, da der Chef der Staatsbank der Ansicht sei, dass diese unterschiedlichen Zwecken dienten. Der Rubel diene primär dem Zahlungsverkehr, während andere digitale Vermögenswerte in Russland ausschließlich zu Investitionszwecken im Umlauf seien, so Vedyakhin.

Der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sberbank bestätigte die Vorteile öffentlicher Blockchains für die Entwicklung von Finanzprodukten und als zusätzliches Geschäftsfeld für Unternehmen, darunter auch Banken. Laut dem Staatsbanker ermöglicht die Ausgabe und der Umlauf von Token in solchen Systemen, dass diese Vermögenswerte als Anlagevermögen anerkannt und ihre Zirkulation erleichtert wird.

Darüber hinaus können Blockchains eine einheitliche Umgebung für den Transfer verschiedener Arten tokenisierter Vermögenswerte schaffen. Dies ermöglicht die Verwaltung mehrerer Token innerhalb eines einzigen Smart Contracts und bindet Finanzinstitute und Unternehmen in die Entwicklung und Ausführung eigener Smart Contracts ein, so Vedyakhin. Laut Vedyakhin haben sich solche Möglichkeiten in den letzten Jahren zu einem Treiber der Fintech-Entwicklung auf Basis öffentlicher Blockchains entwickelt. Der stellvertretende Vorsitzende der größten russischen Staatsbank nannte jedoch keine konkreten Beispiele für erfolgreiche tokenisierte Vermögenswerte.

Ab dem 1. September müssen Händler und Dienstleister, deren Umsatz im Vorjahr 120 Millionen Rubel überstieg und die am 1. Januar eine Vereinbarung mit einer von der Zentralbank als „bedeutend im Zahlungsdienstleistungsmarkt“ anerkannten Bank hatten, Zahlungen in digitalen Rubeln akzeptieren. Die russische Zentralbank hatte zuvor klargestellt, dass diese Regelung für Verkäufer von Waren und Dienstleistungen gilt, die ausschließlich mit Einzelhändlern zusammenarbeiten.

Ab September können Russen ihre Einkäufe sowohl im stationären Handel als auch online mit dem digitalen Rubel bezahlen. Die Zentralbank versicherte, dass Einzelhändler kein Geld für den Infrastrukturausbau ausgeben müssen: Zahlungen mit dem digitalen Rubel werden über das Sofortzahlungssystem abgewickelt.

Die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, versicherte, dass digitale Rubel-Konten nicht automatisch für alle Russen eröffnet würden; „die Nutzung bleibt freiwillig“.

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