
Die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu seiner Rolle als Vorsitzender der Federal Reserve haben die Aufwärtsdynamik von Bitcoin gedämpft und dazu geführt, dass der Markt seine Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung im Jahr 2026 revidiert hat.
Als der Bitcoin-Preis Anfang 2026 die Marke von 100.000 US-Dollar erreichte, wurden Trumps Äußerungen zur Wahl des Fed-Vorsitzenden von Anlegern als potenzieller „Wendepunkt in der Preisdynamik“ angesehen.
Laut Reuters erklärte Trump im Weißen Haus, er bevorzuge es, dass sein Wirtschaftsberater Kevin Hassett in seiner Position bleibe, obwohl erwartet wurde, dass dieser den derzeitigen Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, ablösen würde. Trump sagte, ein solcher Wechsel würde „ernsthafte Bedenken hervorrufen“. Diese Aussage beendete umgehend die Spekulationen am Markt über Hassetts Ernennung zum Fed-Vorsitzenden.
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Nach diesen Aussagen sanken Hassetts Gewinnchancen auf dem Polymarket-Prognosemarkt deutlich, während die seines stärksten Rivalen, des ehemaligen Fed-Gouverneurs Kevin Warsh, auf etwa 60 % stiegen.
Marktanalysten weisen darauf hin, dass Hassett als vergleichsweise lockerer Kandidat gilt. Sollte er Fed-Chef werden, könnte dies die Erwartungen an eine Zinssenkung im Jahr 2026 verstärken, was Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen stützen würde. Warshs restriktivere Haltung hingegen bestärkt die Erwartung, dass die hohen Zinsen längerfristig anhalten und damit kurzfristig Druck auf Kryptowährungen ausüben könnten.
Warshs frühere Investitionen in Kryptowährungsunternehmen und seine beratende Funktion bei der institutionellen Kryptobank Anchorage sind zwar bemerkenswert, Analysten verweisen jedoch auf seinen im Vergleich zu Hassett restriktiveren geldpolitischen Ansatz. Aurelie Barter, Chefanalystin bei Nansen, merkt an, dass Hassett dem Kryptomarkt anfangs positiver gegenüberstand.
*Dies ist keine Anlageberatung.
