
Die Investmentgiganten Goldman Sachs und JPMorgan Chase haben ihren Kunden Instrumente zur Verfügung gestellt, um auf fallende Kurse am Markt zu spekulieren. Gemeint ist hier natürlich der private Kreditsektor mit einem Volumen von 1,8 Billionen US-Dollar.
Bloomberg-Journalisten berichten über die Auflegung spezieller Aktienkörbe börsennotierter Unternehmen. Diese Organisationen sind direkt mit dem zuvor genannten Finanzsektor verbunden. Konkret konzentriert sich das Produkt von JPMorgan auf alternative Vermögensverwalter.
Beschränkungen bei der Abhebung von Einlagen
Der Wirtschaftswissenschaftler Mohamed El-Erian äußerte sich zu dieser Initiative.
„Die Meldung von Bloomberg ist zweifellos ein negatives Signal für den Markt. Marktteilnehmer haben ohnehin schon Schwierigkeiten, wichtige Informationen von irrelevanten Meldungen zu trennen. Hinzu kommt, dass die Schwierigkeit, die Zuverlässigkeit einzelner Unternehmen einzuschätzen, die Situation zusätzlich verkompliziert“, betonte der Experte.
Inmitten einer schweren Belastungsprobe für die gesamte Branche entstehen neue Derivate. So beschränkte beispielsweise der von BlackRock verwaltete HPS Corporate Lending Fund Anfang März die Kapitalabhebungen. Sein Vermögen übersteigt 26 Milliarden US-Dollar. Das Management ergriff diese Maßnahme aufgrund eines starken Anstiegs der Rücknahmeanträge.
Gleichzeitig hat Blue Owl Capital die vierteljährlichen Ausschüttungen ihres Publikumsfonds vollständig ausgesetzt. Der hohe Anteil an Krediten an Softwareentwickler hat bei den Anlegern große Besorgnis ausgelöst. Dieser Sektor steht aufgrund der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz derzeit unter enormem Druck.
Mohamed El-Erian stellte zuvor die Natur dieser Warnsignale in Frage und verglich die aktuelle Situation mit der vom August 2007. Folglich verschärft die Schaffung bärischer Instrumente diese Bedenken nur noch.
Der Einfluss der Makroökonomie auf den Bitcoin-Preis
Das Analyseportal ZeroHedge hat eine eigene Prognose für die zukünftige Entwicklung veröffentlicht. Experten sehen in diesem Sektor das Epizentrum drohender Probleme.
„Die Hypothekenkrise war vor sechzehn Jahren der Auslöser für den Markteinbruch. Heute herrscht jedoch nahezu Einigkeit darüber, dass eine neue Bedrohung vorliegt. Die Autoren des Berichts sind überzeugt, dass diese Bedrohung vom 1,8 Billionen Dollar schweren Markt für private Kredite ausgehen wird“, heißt es in dem Bericht.
Die Folgen dieses Abschwungs bleiben ein entscheidender Faktor für die Kryptowährungsbranche. Tatsächlich könnte der weltweite Schuldenabbau einen massiven Ausverkauf auslösen. Liquiditätsstarke Instrumente werden dabei als erste betroffen sein. Folglich wird Bitcoin einem starken Verkaufsdruck ausgesetzt sein.
Andererseits zwingen Krisen Zentralbanken oft zu einer Lockerung der Geldpolitik. Die verstärkte Geldschöpfung wird die makroökonomische Attraktivität der ersten Kryptowährung erhöhen. Infolgedessen werden Händler Bitcoin verstärkt als Absicherung gegen die Abwertung von Fiatwährungen einsetzen.
Der Beitrag „Goldman Sachs und JPMorgan Investoren erhalten Zugang zu Gegenmarktwetten im Wert von 1,8 Billionen Dollar“ erschien zuerst auf BeInCrypto.
