
Die Aktien von Softwareentwicklern fielen aufgrund von Anlegerbedenken hinsichtlich der Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Branche deutlich. Die Korrektur im Technologiesektor verschärfte die Spannungen an den Finanzmärkten und wirkte sich auch auf Bitcoin aus.
Der Kurssturz im IT-Sektor fiel mit einer erhöhten Volatilität am Markt für digitale Vermögenswerte zusammen. In den letzten Monaten zeigte Bitcoin häufig eine ähnliche Dynamik wie Technologieaktien.
Warum Investoren ihre IT-Positionen reduzieren
Laut Global Markets Investor fiel der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF im Februar um 15 % und verzeichnete damit seine schlechteste monatliche Performance seit 2008. Der Fonds testet derzeit seine Tiefststände vom April 2025 und liegt rund 35 % unter seinem Höchststand.
Der Hauptfaktor war eine Neubewertung der mit dem Einsatz von KI verbundenen Risiken. Investoren befürchten, dass neue Automatisierungstools die Geschäftsmodelle einiger Unternehmen verändern könnten.
Am 20. Februar stellte Anthropic sein Sicherheitstool Claude Code vor. Die Lösung ist in die Entwicklungsumgebung Claude Code integriert und dient der Identifizierung von Schwachstellen im Softwarecode sowie der Empfehlung von Korrekturen. Der Markt betrachtete die Veröffentlichung als potenzielle Bedrohung für einige Cybersicherheitsdienste.
Laut dem Kobeissi Letter sank die Marktkapitalisierung von CrowdStrike innerhalb von nur zwei Handelstagen um 20 Milliarden US-Dollar. IBM-Aktien verloren im gleichen Zeitraum mehr als 10 Prozent. Der Druck griff auch auf andere Unternehmen der Branche über.
Ein Bericht von Citrini Research verstärkte den Abwärtstrend zusätzlich. Die Studie modelliert ein Szenario für das Jahr 2028, in dem KI-gestützte Automatisierung zwar die Unternehmensgewinne steigert, gleichzeitig aber den Druck auf den Arbeitsmarkt und die Verbrauchernachfrage erhöht. Die Autoren betonen, dass es sich um ein hypothetisches Szenario handelt, doch die Veröffentlichung hat die Vorsicht der Anleger verstärkt.
Wie wirkt sich eine technologische Korrektur auf Bitcoin aus?
Grayscale stellte fest, dass die Performance von Bitcoin während der jüngsten Verkaufswelle eng mit der von US-Softwareaktien verlief. Marktteilnehmer hatten zuvor bereits eine signifikante Korrelation zwischen diesen Segmenten festgestellt.
Infolgedessen verhielt sich Bitcoin in bestimmten Phasen nicht wie ein sicherer Hafen, sondern wie ein risikosensitives Instrument. Sollte die Schwäche des IT-Sektors anhalten, könnte der Druck auf die Kryptowährung weiter zunehmen.
Eine anhaltende Korrektur bei Wachstumsaktien geht üblicherweise mit einer Verschärfung der Finanzbedingungen einher. Der Vermögenseffekt schwächt sich ab, Risikoprämien steigen, die Volatilität nimmt zu und Positionen in risikoreichen Anlagen werden reduziert. Digitale Währungen fallen häufig in diese Kategorie.
Allerdings sind unterschiedliche Szenarien weiterhin möglich. Sollten Anleger Bitcoin als Absicherung gegen strukturelle Veränderungen durch KI oder potenzielle staatliche Konjunkturmaßnahmen betrachten, könnte die Korrelation mit Technologieaktien schwächer werden. Aktuell zeigt der Markt jedoch eine enge Korrelation mit der Dynamik des Technologiesektors.
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