JPMorgan: Die Zuflüsse in Kryptowährungen sind im ersten Quartal um das Dreifache auf 11 Milliarden US-Dollar gesunken.

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Laut The Block prognostizieren Analysten von JPMorgan einen deutlichen Rückgang der Zuflüsse in Kryptowährungen im ersten Quartal 2026. Sie schätzen das Gesamtvolumen auf rund 11 Milliarden US-Dollar, was etwa einem Drittel des Wertes im Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Berechnungen berücksichtigen die gesamten Kapitalflüsse. Dazu gehören Investitionen in Kryptofonds, Aktivitäten an den CME-Futures-Märkten, Risikokapitalfinanzierungen und Bitcoin-Käufe durch Unternehmensfinanzabteilungen.

Dynamik der Kryptowährungszuflüsse im Quartalsvergleich. Daten: JPMorgan.

Auf Jahresbasis deuten die aktuellen Entwicklungen auf einen Zufluss von etwa 44 Milliarden US-Dollar hin, verglichen mit einem Rekordwert von 130 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025.

Der wichtigste Markttreiber

Analysten zufolge stammte der Großteil der Zuflüsse im ersten Quartal aus Bitcoin-Käufen von institutionellen Anlegern, vor allem von Strategie- und Krypto-Venture-Capital-Fonds.

Gleichzeitig war die Aktivität von Privatanlegern und institutionellen Investoren schwach oder sogar negativ.

Analysten betonten, dass der Markt einen Kapitalabfluss aus Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs verzeichnete. Dieser Trend war im Januar besonders ausgeprägt, obwohl im März ein teilweiser Zufluss in Fonds auf Basis der erstgenannten Kryptowährung zu beobachten war.

Der Rückgang der Aktivität wirkte sich auch auf die CME-Futures-Märkte aus, was laut Experten auf eine Abschwächung der institutionellen Nachfrage über Derivate hindeutet.

Ein weiterer Faktor waren die Verkäufe der Bergleute.

Einige börsennotierte Unternehmen haben Bitcoin verkauft oder als Sicherheit verwendet, um ihre Liquidität zu erhöhen und Investitionen zu finanzieren. Zu diesen Investitionen gehören unter anderem auch Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz.

Konzentration der Ströme

Analysten stellen fest, dass sich die Bitcoin-Käufe zunehmend konzentrieren. Große Marktteilnehmer bauen ihre Positionen weiter aus, während einige Unternehmen ihr Engagement reduzieren oder eine abwartende Haltung einnehmen.

Strategy finanziert Akquisitionen insbesondere durch die Ausgabe von Aktien und hat Pläne angekündigt, weiterhin Vermögenswerte mithilfe verschiedener Finanzinstrumente anzuhäufen.

Gleichzeitig bleibt die Risikokapitalfinanzierung für Kryptoprojekte relativ stabil, jedoch gehen die Anzahl der Abschlüsse und die Beteiligung von Investoren zurück. Das Kapital konzentriert sich auf wenige große Finanzierungsrunden.

Laut Analysten deuten die aktuellen Entwicklungen auf eine Verlangsamung des Zustroms in die Branche und eine Veränderung der Nachfragestruktur hin.

Zur Erinnerung: Cathie Wood, CEO von ARK Invest, ist der Ansicht, dass der Rückgang des Bitcoin um 50 % von seinem Allzeithoch im Laufe des Zyklus als ein „echter Sieg“ bezeichnet werden kann.

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