Peter Schiff warnt, dass die US-Staatsverschuldung während Trumps Präsidentschaft 50 Billionen Dollar erreichen könnte.

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  • Steigende Zinsen und Defizite könnten die US-Verschuldung innerhalb weniger Jahre auf über 50 Billionen Dollar treiben.
  • Ein anhaltender Anstieg des Erzeugerpreisindexes (PPI) deutet darauf hin, dass die Produktionskosten zu einer langfristigen Inflation beitragen könnten.
  • Versteckte Verbindlichkeiten könnten die reale US-Staatsverschuldung auf fast 300 % des BIP treiben.

Der Wirtschaftswissenschaftler Peter Schiff äußerte sich besorgt über die US-Staatsverschuldung, die derzeit 39 Billionen Dollar übersteigt. Er warnt davor, dass steigende Zinsen, erhöhte Verteidigungsausgaben und anhaltende Inflation die Verschuldung weiter erhöhen könnten.

Schiff prognostiziert, dass die Staatsverschuldung 50 Billionen Dollar übersteigen könnte, wenn sich die aktuellen Trends bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Trump fortsetzen. Die Kombination aus höheren Kreditkosten und Haushaltsdefiziten gefährdet die langfristige fiskalische Stabilität.

Die US-Staatsverschuldung hat gerade die Marke von 39 Billionen Dollar überschritten – ein Anstieg um 2,8 Billionen Dollar seit Trumps Amtsantritt vor 14 Monaten. Angesichts explodierender Kriegskosten, steigender Zinsen und der Folgen der Rezession werden die Haushaltsdefizite jedoch sprunghaft ansteigen. Die Staatsverschuldung könnte noch vor Trumps Amtszeit 50 Billionen Dollar erreichen.

— Peter Schiff (@PeterSchiff) 18. März 2026

Inflationsdruck und Produktionskosten

Aktuelle Daten zeigen, dass die US-Wirtschaft weiterhin unter Inflationsdruck steht. Das Bureau of Labor Statistics meldete, dass der Erzeugerpreisindex (PPI) im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,7 % gestiegen ist und damit die Erwartungen übertroffen hat.

Der Gesamt-Erzeugerpreisindex (PPI) stieg im Jahresvergleich um 3,4 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2025, während der Kern-PPI 3,9 % betrug. Diese Daten deuten darauf hin, dass die Produzenten mit höheren Kosten konfrontiert sind, die möglicherweise an die Verbraucher weitergegeben werden. Darüber hinaus sind die Verteidigungsausgaben aufgrund der Konflikte im Nahen Osten stark angestiegen.

Evercore-Gründer Roger Altman warnte davor, dass ein Scheitern der diplomatischen Verhandlungen zu einer Marktkorrektur führen könnte. In Verbindung mit steigenden Zinskosten könnten diese Faktoren das Haushaltsdefizit des Bundes verschärfen.

Versteckte Verbindlichkeiten und das wahre Bild der Schulden

Der Finanzökonom Kent Smetters merkt an, dass die ausgewiesenen Schulden von 39 Billionen US-Dollar die tatsächlichen Verbindlichkeiten der US-Regierung unterschätzen. Er erklärt, dass implizite „Umlageverfahren“, darunter die Sozialversicherung und Medicare, in den Rechnungslegungsvorschriften des Bundes nicht vollständig berücksichtigt werden. Smetters schätzt, dass die Einbeziehung dieser Verpflichtungen die Schuldenquote auf fast 300 % erhöhen würde.

Smetters beharrt darauf, dass es sich um ein „Verschleierungsmanöver“ und nicht um ein Schneeballsystem handle. Bundesvorschriften erlauben es, Verbindlichkeiten aus den offiziellen Büchern zu verschieben und so das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. Diese Praxis begann vor Jahrzehnten und wird bis heute fortgesetzt, wodurch die offiziellen Schulden geringer erscheinen als die wirtschaftliche Realität.

Siehe auch: Die US-Staatsverschuldung übersteigt 38 Billionen Dollar: Wie geht es mit Kryptowährungen weiter?

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