
Eine konservative Basis aus traditionellen Finanzinstrumenten und die sorgfältige Hinzunahme von Krypto-Assets ist heute eine der rationalsten Strategien für private Investoren in den GUS-Staaten.
Dinar Faskhutdinov, Gründer von ALT3 Capital, teilte diese Meinung mit BeInCrypto.
Seiner Ansicht nach ist es ratsam, eine Kapitalbasis auf verständlichen Instrumenten aufzubauen. Dazu gehören vor allem Einlagen und Anleihen. Sie bieten einen stabilen und planbaren Cashflow. Zusätzlich können Aktien und ETFs über lokale Broker mit transparenten Rechtsordnungen erworben werden. Eine solche Basis trägt zum Kapitalerhalt bei und reduziert regulatorische Risiken. Sie ermöglicht außerdem eine Währungsdiversifizierung.
Kryptoassets spielen in diesem System eine ergänzende Rolle. Der breite Anleger ist seiner Ansicht nach nicht an Spekulationen, sondern an Lösungen mit moderatem Risiko interessiert. Die einfachste Option sind Stablecoins. Sie dienen als Alternative zur Aufbewahrung von Bargeld, sind bequem für Zahlungen und ermöglichen ein flexibles Liquiditätsmanagement.
Die nächste Stufe ist das Staking großer Blockchain-Netzwerke mit einem transparenten ökonomischen Modell. Dies ermöglicht Einkommenserzielung ohne aktiven Handel. Eine komplexere Variante sind delta-neutrale Strategien. Bei diesen Strategien wird der Gewinn durch Spreads und Arbitrage generiert, nicht durch Marktwachstum oder -rückgang.
Liquiditätspools können auch zur Einkommenserzielung genutzt werden. Anleger hinterlegen Gelder in DeFi-Protokollen und erhalten Gebühren aus Börsentransaktionen. Dieses Instrument ist jedoch komplexer. Es ist wichtig, das Risiko von zwischenzeitlichen Verlusten und die technischen Risiken von Smart Contracts zu berücksichtigen. Der Experte ist der Ansicht, dass andere DeFi-Segmente für ein breites Publikum zu volatil sind.
Er hob auch das regulatorische Umfeld hervor. Der Besitz und Kauf von Kryptowährungen ist in Russland erlaubt. Ihre Verwendung als Zahlungsmittel innerhalb des Landes ist jedoch verboten. Derzeit werden regulatorische Änderungen und Pilotprojekte, unter anderem für grenzüberschreitende Zahlungen, diskutiert. Er ist überzeugt, dass dies schrittweise zu klareren Regeln für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten führen und den Markt in Richtung eines strukturierteren Rahmens entwickeln wird.
