
Die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks hat im vergangenen Monat einen starken Rückgang verzeichnet.
Laut VanEcks ChainCheck-Bericht von Mitte Dezember 2025 war der Rückgang um 4 % der stärkste seit zwei Jahren. Dieser Rückgang ging mit einer erhöhten Preisvolatilität von über 45 % einher.
Sinkende Rechenleistung und Marktaussichten
Experten weisen darauf hin, dass der aktuelle Rückgang der Hashrate in direktem Zusammenhang mit der negativen Entwicklung des Bitcoin-Kurses steht, der im Dezember um etwa 9 % gefallen ist. Laut den Analysten Matthew Siegel und Patrick Bush sind solche Kursrückgänge eine natürliche Folge einer Marktkorrektur. Wenn der Kurs des Vermögenswerts fällt, wird der Betrieb einiger Mining-Geräte unrentabel, was Marktteilnehmer zwingt, ihre Aktivitäten vorübergehend einzustellen.
Gleichzeitig wird die aktuelle Situation von Fachleuten nicht nur als Risiko, sondern auch als möglicher Indikator für einen lokalen Tiefpunkt wahrgenommen. Institutionelle Anleger beobachten derweil genau, wie die Kapazitäten zwischen privaten Unternehmen und staatlichen Trägern des Stromnetzes verteilt werden.
Die Auswirkungen des chinesischen Energieverbrauchs auf das Stromnetz
Neben dem Preisdruck trugen die Ereignisse in der chinesischen Provinz Xinjiang maßgeblich zum Rückgang der Hashrate bei. Letzte Woche wurde berichtet, dass rund 400.000 spezialisierte Geräte abgeschaltet werden mussten. Dies führte zu einem Leistungsverlust von 1,3 GW, was dem sofortigen Ausfall von 100 Exahashes pro Sekunde im globalen Netzwerk entspricht.
Experten vermuten, dass diese Entscheidung auf die Umverteilung von Energie zugunsten von Rechenzentren für künstliche Intelligenz zurückzuführen ist. Infolgedessen könnte das Bitcoin-Netzwerk kurzfristig bis zu 10 % seiner gesamten Rechenleistung verlieren.
Darüber hinaus hat sich die Wirtschaftlichkeit des Minings deutlich verschlechtert. Laut VanEck sank der Break-Even-Strompreis für das beliebte Bitmain S19 XP-Modell von 0,12 US-Dollar Ende letzten Jahres auf 0,077 US-Dollar Mitte Dezember 2025. Trotzdem setzen viele Unternehmen ihren Betrieb fort und vertrauen weiterhin auf die langfristigen Perspektiven der führenden Kryptowährung.
Statistiken und Signale zur Ratenwiederherstellung
Eine historische Analyse seit 2014 lässt den aktuellen Rückgang der Hashrate als positives antizyklisches Signal interpretieren. Laut den präsentierten Statistiken ist die Bitcoin-Rentabilität in den Folgeperioden genau nach einer Reduzierung der Netzwerkkapazität höher.

Konkret waren in 65 % der Fälle nach einem Rückgang der Hashrate die Renditen in den darauffolgenden 90 Tagen positiv. Im Vergleich dazu lag dieser Wert in Phasen steigender Rechenleistung nur bei 54 %. Betrachtet man einen längeren Zeitraum von 180 Tagen, erreichte die durchschnittliche Rendite nach dem Rückgang der Hashrate 20,5 %.
Technische Indikatoren bestätigen das wahrscheinliche Ende der Korrektur. Analysten haben die Ausbildung einer „bullischen Divergenz“ im Drei-Tage-Chart festgestellt. In der Vergangenheit ging dem Auftreten eines solchen Musters zweimal die Bildung eines Kurstiefs und der Beginn eines neuen Aufwärtstrends voraus. Bitcoin notiert aktuell bei rund 88.066 US-Dollar und steht weiterhin unter moderatem Verkaufsdruck.
