Ein großer Miner verkauft all seine Bitcoin-Bestände, um Verluste auszugleichen.

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Cango, ein in Shanghai ansässiges Autohaus und einer der weltweit größten Bitcoin-Miner, verzeichnete im ersten vollen Geschäftsjahr seines Bitcoin-Minings einen Nettoverlust von 452,8 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat bereits mit dem Verkauf der angesammelten Kryptowährung begonnen.

Der Jahresumsatz belief sich auf 688,1 Millionen US-Dollar, während die Betriebskosten 1,1 Milliarden US-Dollar erreichten. Im vierten Quartal beliefen sich die Aufwendungen auf 456 Millionen US-Dollar, einschließlich Verlusten aus der Abschreibung von Mining-Ausrüstung und dem Kursverfall von Bitcoin. Die Mining-Kosten lagen unter Berücksichtigung aller Kosten bei rund 97.000 US-Dollar pro Coin.

Im Jahr 2025 schürfte Cango 6.594,6 BTC, im Durchschnitt 18,07 BTC pro Tag. Bis zum Jahresende stieg die Produktion auf 1.718,3 BTC (18,68 BTC pro Tag), allerdings erhöhten sich auch die damit verbundenen Kosten. Bis Ende Dezember erreichte das kumulierte Schürfvolumen seit dem Start Ende 2024 7.528,4 BTC.

Finanzvorstand Michael Zhang führte den Verlust auf Kosten der Geschäftstransformation und Kursschwankungen aufgrund des Kryptomarktrückgangs zurück. Der Topmanager versprach, dass das Unternehmen seinen Fokus teilweise auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz verlagern und seine Schuldenlast reduzieren werde.

Cango hat aktiv mit dem Verkauf seiner Bitcoin-Bestände begonnen. Im Februar veräußerte das Unternehmen 4.451 BTC und bereitet weitere Transaktionen vor, wie Zhang mitteilte. Die Kryptowährungsreserven des Miners sind um 60 % geschrumpft.

Im November 2024 erwarb Cango 32 EH/s Rechenleistung und baute Mining-Aktivitäten in Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten und Ostafrika aus. Gleichzeitig führt Cango sein internationales Automobilhandelsgeschäft weiter, das im vierten Quartal einen Umsatz von 4,8 Millionen US-Dollar erwirtschaftete.

Im Februar schaltete Cango Anlagen ab, die für etwa 30 % seiner Hashrate verantwortlich waren, und begründete dies mit Infrastrukturoptimierung. Die operative Hashrate des Unternehmens lag zu diesem Zeitpunkt bei 34,55 EH/s, bei einer installierten Kapazität von 50 EH/s.

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