A7A5-CEO Shumakov: Die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen hat sich in fünf Jahren verdreifacht.

Bild Der Leiter eines auf Rubel lautenden Stablecoin-Projekts erklärte, dass die USA 99 % des Krypto-Zahlungsmarktes kontrollieren, ihr Stablecoin aber bereits fast 50 % des Nicht-Dollar-Marktes erobert hat.

Auf der Blockchain Forum 2026, einer Kryptokonferenz in Moskau, präsentierte Leonid Shumakov, Leiter des Rubel-basierten Stablecoins A7A5, eine Analyse der aktuellen Kryptomarktstruktur und hob die Dominanz des US-Dollars im Bereich digitaler Zahlungen hervor. Er argumentierte, die Branche stehe vor einem paradoxen Problem: Der Blockchain-Markt, der als dezentrale Alternative zum traditionellen Finanzwesen geschaffen wurde, habe zu einer Konzentration der Kontrolle in den Händen einer einzigen Jurisdiktion geführt.

„Das traditionelle Finanzsystem wird zu etwa 60 % von den USA kontrolliert. Das Krypto-Zahlungssystem hingegen wird mittlerweile zu 99 % von ihnen reguliert. Die Blockchain hat im Wesentlichen denselben Kontrollpunkt nachgebildet – nur weniger offensichtlich, aber deutlich effektiver“, erklärte Shumakov.

Shumakov merkte außerdem an, dass sich die Marktkapitalisierung von Kryptowährungen innerhalb von fünf Jahren verdreifacht habe und nun 2,6 Billionen US-Dollar betrage. Gleichzeitig habe sich die Marktkapitalisierung von Stablecoins versechsfacht. Allerdings entfallen fast 100 % dieser Marktkapitalisierung auf auf US-Dollar lautende Stablecoins.

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Der Experte betonte, dass die größten Emittenten von Stablecoins, darunter Tether (USDT) und Circle (USDC), über die technischen Möglichkeiten verfügen, Wallets zu sperren und Vermögenswerte auf Verlangen von Regulierungsbehörden einzufrieren. Dies mache die gesamte Branche seiner Ansicht nach von den Entscheidungen der US-Behörden abhängig.

Shumakov weist darauf hin, dass der Stablecoin-Markt zwar mehrere Dutzend verschiedene Stablecoins mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 320 Milliarden US-Dollar (Stand: 15. April) umfasst, aber fast 99 % davon auf US-Dollar lauten. Darüber hinaus ermöglichen die meisten modernen Stablecoins den Emittenten, ihre Token an jeder beliebigen Blockchain-Adresse einzufrieren.

Dieses Problem ist der Fachwelt wohlbekannt, da in US-Dollar denominierte Token seit vielen Jahren die primäre Liquiditätsquelle auf allen Arten von Kryptobörsen sowie auf Krypto-Kreditmärkten darstellen. Die größte Hürde für die Entwicklung von Alternativen zu US-Dollar war die mangelnde Liquidität solcher Projekte, was auf schwache wirtschaftliche Anreize für deren Nutzung zurückzuführen ist.

Im Gegenzug teilte Schumakow seine Einschätzung der wichtigsten Einschränkungen mit:

  • Liquiditätsengpass außerhalb der Dollarzone.

  • Geringes Vertrauen seitens der Nutzer.

  • Regulatorische Unsicherheit in den meisten Ländern.

Geopolitischer Druck

Anschließend enthüllte er auch Details zur Entwicklung des A7A5-Projekts, bei dem das Team im ersten Jahr mit Ablehnungen der Notierung durch ausländische Börsen, Sanktionsdruck, Versuchen zur Blockierung der Infrastruktur und DDoS-Angriffen konfrontiert war.

„Wir haben unsere Infrastruktur frühzeitig diversifiziert und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern beseitigt, was es uns ermöglichte, die Liquidität aufrechtzuerhalten und die Stabilität des Systems zu gewährleisten“, bemerkte Shumakov.

Der auf Rubel lautende Stablecoin A7A5 verzeichnete ein starkes Wachstum. Bereits im ersten Jahr nach seiner Einführung erreichte er einen Marktanteil von 44 % am Markt für nicht-dollarbasierte Stablecoins (gemessen an der Marktkapitalisierung). A7A5 stieg zudem (https://defillama.com/stablecoins) unter die Top 20 der Stablecoins nach Marktkapitalisierung auf und erreichte über 550 Millionen US-Dollar. Laut Tronscan-Daten zählte er außerdem zu den drei Stablecoins mit dem höchsten Transaktionsvolumen im Tron-Blockchain-Netzwerk.

Darüber hinaus war der Rubel-Stablecoin A7A5 der erste in Russland, der als digitales Finanzinstrument anerkannt wurde.

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