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Near Protocol (NEAR) Prognose 2021-2028: heimlicher Ethereum-Killer oder überbewerter NFT-Token?

Ein oft übersehener Coin der Krypto-Top-100 ist die Smart-Contract-Plattform Near Protocol (NEAR). Gerade hat der Coin einen wichtigen Meilenstein erreicht und mit seiner „Rainbow Bridge“ Interoperabilität mit Ethereum hergestellt, außerdem gewinnt die Near-Blockchain für NFT-Plattformen an Bedeutung. Aktuell notiert NEAR bei 2,37 Dollar und damit mehr als 68% unter dem Allzeithoch von 7,57 Dollar, das am 13. Mai erreicht wurde. Gelingt dem Coin die Rückkehr zum Rekordkurs, lohnt sich ein Investment noch? Wir stellen NEAR vor und erklären: Warum ist Near besonders? Wer hat NEAR erfunden? Und wie lauten die NEAR-Prognosen von 2021 bis 2028?

  • Was ist Near Protocol (NEAR)?
  • Wofür wird der NEAR-Token verwendet?
  • Wer hat Near Protocol (NEAR) erfunden?
  • Warum ist NEAR besonders?
  • Was ist Sharding bei NEAR?
  • NEAR Protocol (NEAR) Kurs-Prognosen 2021 – 2028

Was ist Near Protocol (NEAR)?

NEAR ist eine delegierte Proof of Stake (PoS) Blockchain mit Smart-Contract-Kompatibilität – Community-basiert und entwicklerfreundlich. Das bedeutet: Near ist eine hoch skalierbare, kostengünstige Plattform für Entwickler, auf der man dezentrale Anwendungen erstellen kann. Laut der Website lassen sich dezentrale Anwendungen (Dapps) auf NEAR in nur fünf Minuten erstellen.

Die NEAR-Plattform baut auf der NEAR-Protokoll-Blockchain auf und enthält eine breite Palette von Werkzeugen: von Explorern über CLI-Tools bis hin zu Wallet-Apps und Interoperabilitätskomponenten, die Entwicklern bei der Erstellung helfen.

Während die meisten anderen „skalierbaren“ Blockchains wie beispielsweise Solana (SOL) Ansätze verwenden, die High-End-Hardware nutzen, um entsprechende Performance zu erzielen, erlaubt der Ansatz des NEAR-Protokolls, die Kapazität der Plattform dezentral zu skalieren – bis zu Milliarden von Transaktionen.

Die Entwickler bullish:

„Um es klar zu sagen: NEAR ist keine Sidechain, kein ERC20-Token oder eine hochspezialisierte, aufgabenspezifische Blockchain… es ist nichts weniger als ein brandneues und grundlegend neu konzipiertes Layer-1-Protokoll, das entwickelt wurde, um die Basis des aufkommenden Open-Web-Stacks unabhängig zu betreiben.”

Um die Effizienz zu maximieren, nutzt das NEAR-Protokoll sogenanntes Sharding. Genauer: einen Sharding-Mechanismus namens Nightshade. Dabei werden sämtliche Shard-Chains auf der NEAR-Blockchain als eine einzige Blockchain zusammengefasst (anstatt mehrere Sidechains zu erstellen, wie es beispielsweise bei Polkadot der Fall ist). NEAR ist über seine Rainbow Bridge zudem interoperabel mit Ethereum. Bei der Rainbow Bridge handelt es sich um eine Brücke, die es ermöglicht, Assets wie ERC20-Token und NFTs zwischen Ethereum und NEAR zu übertragen. Sogar Smart Contracts und Dapps der beiden Blockchains sollen über die Rainbow Bridge von NEAR interagieren können.

Wofür wird der NEAR-Token verwendet?

NEAR ist der native Utility-Token der NEAR-Blockchain. Er wird verwendet für:

  • Gebühren für die Verarbeitung von Transaktionen und die Speicherung von Daten
  • Das Betreiben von Validierungsknoten im Netzwerk über das Staken von NEAR-Token.
  • Für Governance-Abstimmungen – um festzulegen, wie Netzwerkressourcen zugewiesen werden.

Wer hat Near Protocol (NEAR) erfunden?

NEAR wurde 2018 von Alexander Skidanov und Illia Polosukhi gegründet. Erst kurz davor hatten sich beide über das Startup-Beschleunigerprogramm „Y Combinator“ in San Francisco kennengelernt. Alex war vormals Microsoft-Softwareentwickler und ehemaliger „Director of Engineering“ bei Memphis equal – einem Spezialisten für verteilte Datenbanken. Außerdem gewann er 2008 eine Goldmedaille beim „International Collegiate Programming Contest“ ICPC. Dabei handelt es sich um einen jährlichen Programmierwettbewerb für Studenten aus der ganzen Welt.

Illia hingegen ist ehemaliger Engineering Manager der Google-Forschungsabteilung und 2008 ebenfalls ICPC-Finalist.

Heute besteht das Team aus über 50 der Mitarbeitern. Laut der Homepage von NEAR Protocol sind viele der Entwickler Preisträger und Nominierte von Wettbewerben im Bereich Coding und verwandten Bereichen, insbesondere beim ICPC.

Die Entwickler unterscheiden zwischen folgenden Entitäten, die die NEAR-Plattform aufbauen:

  • Das NEAR-Protokoll: Ein erlaubnisfreies Proof-of-Stake-Blockchain-Protokoll, auf das jeder zugreifen, Transaktionen hinzufügen oder auslesen kann.
  • Die NEAR-Stiftung: Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in der Schweiz kümmert sich darum, Protokollbetreuer unter Vertrag zu nehmen, die Entwicklung des Ökosystems zu finanzieren und die Kernverwaltung des Protokolls zu leiten.
  • Near Inc.: Ein in den USA ansässiges Software-Forschungs- und Entwicklungsunternehmen. Es zeichnet für einen Großteil der frühen Entwicklung des Protokolls und seiner Werkzeuge verantwortlich. Obwohl Near Inc. das dezentralisierte NEAR-Protokoll weder besitzt noch betreibt, schlägt es weiterhin Änderungen an der Codebasis der Referenzimplementierung vor.

Warum ist NEAR besonders?

Zunächst: Bitcoin als erste Kryptowährung ihrer Art hat den Nachteil, dass die Transaktionen sehr kostspielig sind und die Funktionalität im Vergleich zu anderen Plattformen eher eingeschränkt ist. BTC ist verhältnismäßig langsam (etwa 4 Transaktionen pro Sekunde) und teuer. Ethereum möchte genau diese Probleme lösen und bietet eine Plattform, auf der ein globaler virtueller Computer gebaut werden soll. Die Near-Entwickler:

„Wenn Bitcoin also wirklich nur ein einfacher Taschenrechner war, dann war Ethereum ein schicker TI-83 Graphen-Taschenrechner, auf dem man einige interessante, wenn auch einfache Spiele schreiben konnte.“

Ethereum habe zwar viele gute Ideen umgesetzt, sei aber mit 14 Transaktionen pro Sekunde dennoch ziemlich langsam und kostspielig – sowohl für Entwickler als auch für Anwender. Sogenannte „Layer 2″-Skalierungslösungen, einschließlich „State Channels” und „Side Chains” setzen hier an und wollen die Leistung verbessern und die Kosten senken. Es gibt sie zwar sowohl für Bitcoin als auch Ethereum – sie haben aber laut den NEAR-Entwicklern „nicht die Akzeptanz erreicht, die wir uns erhofft haben”.

NEAR versucht nun, diese Probleme zu beheben. Dazu verabschiedet sich NEAR vom Konzept, dass jeder einzelne Node (Knoten) im Netzwerk den gesamten Code ausführen muss. Denn das, so die Entwickler, erzeuge einen „großen, verschwenderischen Engpass“ und verlangsame alle anderen Ansätze.

Was ist Sharding bei NEAR?

Als Lösungsansatz verwendet NEAR ein Konzept namens „Sharding”. Dabei wird das Netzwerk so aufteilt, dass ein Großteil der Berechnungen parallel ausgeführt wird. Die Folge: Die Kapazität des Netzwerks kann mit der Anzahl der Knoten im Netzwerk skaliert werden. Es gibt also zumindest in der Theorie keine Grenze mehr für die Kapazität des Netzwerks.

Und anders als bei anderen Sharding-Konzepten erlaubt NEAR derart kleine Nodes, dass sie auf einfachen, in der Cloud gehosteten Instanzen betrieben werden können. So wird es Entwicklern ermöglicht, Apps bereitzustellen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie die Infrastruktur drum herum skaliert.

Das Team beschreibt die NEAR-Plattform als „entwicklerfreundlich” oder „benutzbar”, weil sie Ansätze auf der Protokollebene implementiert, die jedes dieser Probleme adressieren:

  • Das vertragsbasierte Kontomodell von NEAR erlaubt es Entwicklern, in ihre Apps erweiterte Berechtigungen zu integrieren und Transaktionen im Namen der Anwender zu unterzeichnen. Außerdem erhalten sie Zugang zu zahlreichen Tools, die die Erstellung von Apps vereinfachen. Ebenfalls innovativ ist die Möglichkeit, auf Protokollebene eine Gebührenrückerstattung  zu erhalten – etwa als Entlohnung für die Erstellung beliebter Apps.
  • Endnutzer profitieren durch das flexible Kontomodell vom fortschrittlichen Interface, denn durch die Art und Weise, wie NEAR-Konten eingerichtet sind, versprechen die Entwickler eine reibungslosere Onboarding-Erfahrung, die nicht so viele Schritte oder lästige Wallet-Pop-ups erfordert.

NEAR Protocol (NEAR) Kurs-Prognosen 2021 – 2028

Wie eingangs erwähnt notiert NEAR aktuell bei 2,37 Dollar und damit mehr als 68% unter dem Allzeithoch von 7,57 Dollar, das am 13. Mai erreicht wurde. Gerade hat NEAR Protocol mit seiner „Rainbow Bridge“ zu Ethereum einen Meilenstein erreicht. Auch als Plattform für NFTs (non-fungible Token) gewinnt NEAR an Bedeutung. So wurde im Juni die Hip-Hop-NFT-Plattform „Hip Hop Heads“ auf Near gelauncht. Wie lauten also die Kurs-Prognosen für NEAR?

  • CoinCodex.com ist allgemein neutral bezüglich der Preisvorhersage von Near Protocol: 14 Indikatoren der technischen Analyse geben bullishe Signale aus, dem gegenüber stehen 8 bärische Signale.
  • DigitalCoinPrice.com sagt bei NEAR einen kontinuierlichen Anstieg voraus: Bis Ende 2021 steigt NEAR demnach auf 3,37 Dollar. Ende 2022 sind es 3,96 Dollar, und im Laufe des Jahres 2024 knackt NEAR Protocol bereits die 5-Dollar-Grenze und steigt auf 5,53 Dollar. Bis Ende 2028 sagt DigitalCoinPrice.com bei NEAR einen Kurs in Höhe von 10,02 Dollar voraus.
  • tradingbeasts.com sieht NEAR bis Ende 2021 höchstens bei 2,86 Dollar. Dafür entwickelt sich 2022 der Prognose zufolge zu einem guten Jahr für NEAR: Hier wird ein Höchstpreis von 6,33 Dollar vorhergesagt. Auch 2023 und 2024 kann NEAR kräftig zulegen und steigt auf 8,04 Dollar beziehungweise 9,21 Dollar.
  • WalletInvestor.com ist bullish auf NEAR Protocol. Der Prognose zufolge ist NEAR ein hervorragendes 1-Jahr-Investment: Demnach verdoppelt Near innerhalb der nächsten zwölf Monate seinen Preis und steigt auf 5,63 Dollar. Diesen Wert kann NEAR der 5-Jahres-Prognose nach sogar mehr als verdreifachen, hier steigt NEAR auf 18,84 Dollar.
  • Noch bullisher ist Gov.Capital bezüglich NEAR. Die 1-Jahres-Prognose sieht NEAR zunächst auf 8,88 Dollar steigen. Dann gibt NEAR Vollgas und steigt bis Ende 2026 auf 25,88 Dollar. Ausgehend von aktuellen Preisen entspricht das einem Anstieg von 991 Prozent!

Eine Quelle: btc-echo.de

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