Betrüger verkaufen „sichere Passage“ durch die Straße von Hormus gegen Bitcoin.

Unbekannte geben sich als iranische Behördenvertreter aus und versprechen Reedern gegen Zahlung in Bitcoin oder USDT eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Das griechische Schifffahrtsrisikomanagement-Unternehmen Marksis hat laut Reuters vor dieser neuen Masche gewarnt.

Experten haben eine der Nachrichten untersucht, die die Angreifer an Reedereien senden. Darin heißt es, die Unternehmen müssten zunächst Dokumente zur Überprüfung durch den iranischen Sicherheitsdienst vorlegen und anschließend eine Transitgebühr in Kryptowährung entrichten. Dies würde ihnen angeblich ermöglichen, die Meerenge „zu einem vorher vereinbarten Zeitpunkt ungehindert zu überqueren“, so Marksis.

Mindestens ein Schiff könnte Opfer des Betrugs geworden sein. Es versuchte am 18. April, die Straße von Hormuz zu verlassen, geriet dabei aber unter Beschuss.

Die Straße von Hormuz bleibt geschlossen

Anfang des Monats berichteten Journalisten der Financial Times unter Berufung auf Ölexporteure, dass der Iran von Reedereien die Bezahlung der Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Kryptowährung verlangen wolle. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht.

Experten bezeichneten Teherans Pläne später als „praktisch unmöglich“ und verwiesen auf bestehende Sanktionen gegen das Land sowie auf die Transparenz der Blockchain, die für im Westen registrierte Unternehmen eine Herausforderung darstellen könnte.

Am 17. April verkündeten die iranischen Behörden die Öffnung der Straße von Hormus. Doch innerhalb weniger Tage änderte sich die Lage: US-Präsident Donald Trump drohte mit der Zerstörung aller Kraftwerke und Brücken im Iran, sollten die Gespräche scheitern.

Als Reaktion darauf machte die Gegenseite deutlich, dass sie die zweite Verhandlungsrunde verpassen könnte, solange die Vereinigten Staaten eine Seeblockade aufrechterhielten.

Das nächste Treffen zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern ist laut Axios für den 22. April geplant. Die Lage bleibt jedoch aufgrund von Drohungen beider Seiten angespannt.

Zur Erinnerung: Die Experten von Bitwise stellten fest, dass der Konflikt im Nahen Osten Bitcoin der Rolle eines echten Zahlungsmittels nähergebracht hat.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *