Europäische Banken kündigen die Einführung eines Euro-Stablecoins an

Ein Konsortium aus zwölf europäischen Banken unter der Führung von Qivalis hat die Fireblocks-Plattform für die Einführung eines an den Euro gekoppelten Stablecoins ausgewählt. Laut Cointelegraph wird das Projekt gemäß den MiCA-Bestimmungen entwickelt.
Zu der Gruppe gehören bedeutende Finanzinstitute wie BBVA, BNP Paribas, ING und UniCredit. Fireblocks wird Tokenisierungstechnologie, Wallets und Compliance-Tools, einschließlich Identifizierungs- und Sanktionsprüfungen, bereitstellen.
Das neue Asset richtet sich an institutionelle Kunden. Es soll für Abwicklungen, Kapitalmanagement und die Arbeit mit tokenisierten Vermögenswerten eingesetzt werden. Der Stablecoin wird vollständig durch Reserven gedeckt sein und unter der Aufsicht der niederländischen Zentralbank den Status eines elektronischen Geldes erhalten.
Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Die Initiative zielt darauf ab, die Dominanz von auf US-Dollar lautenden Stablecoins zu verringern. Laut DeFiLlama weist dieses Segment eine Marktkapitalisierung von über 320 Milliarden US-Dollar auf, wobei 99 % des Angebots aus an den US-Dollar gekoppelten Vermögenswerten bestehen.

Quelle: DeFiLlama.
Stephen Richardson, Strategiedirektor von Fireblocks, merkte an, dass das Projekt zu einem regulierten Instrument für europäische Unternehmen werden soll, das weniger zuverlässige Alternativen ersetzen wird.
Zur Erinnerung: Im April warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich davor, dass viele auf Dollar lautende Stablecoins eher als Anlageinstrumente denn als Zahlungsmittel funktionieren.
