Im April wurde ein Rekord an Hackerangriffen in der Kryptoindustrie verzeichnet.

Im April wurde eine Rekordzahl an Sicherheitslücken in der Kryptoindustrie verzeichnet; Analysten von DeFiLlama zählten in diesem Monat mehr als 20 Vorfälle.

Laut Schätzungen von CertiK beliefen sich die Gesamtschäden durch die Angriffe auf 651 Millionen US-Dollar. Finanziell gesehen ist dies zwar kein Rekord, doch die Anzahl der einzelnen Sicherheitsverletzungen übertraf historische Werte.

Laut Analystin Stacey Moore wurden insgesamt 24 Fälle von Gelddiebstahl registriert.

Der größte Vorfall war der Kelp-Hack mit einem Schaden von 292 Millionen US-Dollar. Der Angriff verursachte Probleme mit uneinbringlichen Forderungen im Aave-Landeprotokoll, was die Community zwang, Notkredite und Spenden aufzunehmen.

An zweiter Stelle steht der Hack des Drift-Protokolls auf Solana mit einem Schaden von über 280 Millionen US-Dollar. Projektvertreter erklärten, der Angriff sei nicht auf einen Fehler im Code zurückzuführen. Laut ihren Angaben handelte es sich um eine geplante Operation, die etwa sechs Monate lang mithilfe von Social-Engineering-Methoden vorbereitet worden war.

Ein weiterer bemerkenswerter Fall ist der Hack des auf Polkadot basierenden Hyperbridge-Protokolls: Das Projekt verlor 2,5 Millionen US-Dollar durch kettenübergreifende Nachrichtenfälschung. Der Angreifer gab etwa 1 Milliarde DOT-Token aus und verkaufte diese.

Ende des Monats meldete ein Experte mit dem Nicknamen Wazz das Hacken von Hunderten von Wallets im Ethereum-Netzwerk, von denen viele seit über sieben Jahren nicht mehr aktiv gewesen waren.

Laut CertiK waren die Verluste im April die höchsten seit März 2022, den Vorfall bei der Kryptobörse Bybit ausgenommen. Rund 3,5 Millionen US-Dollar des Gesamtschadens waren auf Phishing zurückzuführen.

Zur Erinnerung: Am 30. April hackten Angreifer das Wasabi-Projekt und verursachten einen Schaden von über 5 Millionen Dollar.

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