JPMorgan verweist auf das sinkende Interesse an Gold und Bitcoin als Absicherung.

Investoren ziehen sich weiterhin aus Absicherungsstrategien zurück – parallel zu den Abflüssen aus Bitcoin-ETFs werden auch Gelder aus goldbasierten Fonds abgezogen. Analysten von JPMorgan wiesen darauf hin, berichtet The Block.

Vom 1. bis 5. Juni verloren börsengehandelte Instrumente, die auf dem Edelmetall Bitcoin basieren, rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Kapitalabfluss aus Bitcoin-Fonds hält die vierte Woche in Folge an und beschleunigt sich allmählich.

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Dynamik von Bitcoin-Spot-ETFs. Quelle: SoSoValue.

„Wir beobachten eine breite Abkehr von dieser Strategie seitens privater und institutioneller Anleger. Dieser Trend hat sich bei Gold fortgesetzt und bei Bitcoin noch beschleunigt“, so die Bank.

Mit Hedging-Strategie bezeichnet JPMorgan die Nachfrage nach alternativen Anlagen als Schutz vor der Abwertung von Fiatwährungen. Analysten zufolge hat sich dieser Trend in den letzten Wochen nicht nur bei ETFs, sondern auch an den Terminmärkten und bei der Positionierung von Anlegern abgeschwächt.

Das sinkende Interesse an Gold hält seit Ende Februar an. Die Bitcoin-Korrektur begann Anfang Mai nach einem kurzfristigen Anstieg inmitten des Nahostkonflikts.

JPMorgan analysierte auch den Anteil von Gold und der ersten Kryptowährung an den Beständen von Nichtbanken im Verhältnis zu Aktien, Anleihen und Bargeld. Nach einem stetigen Anstieg seit Mitte 2022 zeigte dieser Indikator einen deutlichen Rückgang.

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Quelle: JPMorgan/The Block.

JPMorgan stellte fest, dass die Korrelation von Bitcoin mit der realen Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe kürzlich negativ geworden ist – ähnlich wie bei Gold Anfang dieses Jahres.

Stattdessen hat sich die Korrelation des Edelmetalls mit dem S&P 500 positiv entwickelt. Gleichzeitig haben sich laut der Bank beide Anlageklassen in den letzten Monaten eher wie risikoreiche Anlagen verhalten.

Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass eine schwache Marktstimmung sich letztendlich zu einem „aufwärtsgerichteten Gegentrendsignal“ entwickeln könnte.

Zur Erinnerung: Bitwise wies auf die Verlagerung des Interesses von Anlageberatern von Bitcoin hin zu Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten hin.

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