Justin Sun reicht Klage gegen World Liberty Financial ein.

TRON-Gründer Justin Sun hat eine Klage gegen World Liberty Financial (WLF), ein Krypto-Projekt, das mit der Familie von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht, eingereicht, weil seine WLFI-Token blockiert und mit deren Vernichtung gedroht wurden.
Heute habe ich beim Bundesgericht in Kalifornien Klage gegen World Liberty Financial eingereicht, um meine Rechte als Inhaber von $WLFI-Token zu schützen.
Ich war und bin ein überzeugter Unterstützer von Präsident Trump und den Bemühungen seiner Regierung, Amerika kryptofreundlicher zu gestalten.
— HE Justin Sun 👨🚀 🌞 (@justinsuntron) 22. April 2026
Die Klage wurde vor einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht. Laut Sun habe das Projektteam ihm ohne triftigen Grund seine Rechte als Eigentümer und die Möglichkeit zur Mitwirkung an der Geschäftsführung entzogen.
„Ich habe versucht, die Situation friedlich zu lösen, aber das Team weigerte sich, meine Token freizugeben. Mir blieb keine andere Wahl, als vor Gericht zu gehen“, sagte der Unternehmer.
Sun hatte WLF bereits zuvor wegen mangelnder Transparenz kritisiert. Er merkte an, dass 76 % der Stimmen im Projekt von nur zehn Wallets kontrolliert werden. Empört zeigte er sich zudem über einen neuen Governance-Vorschlag vom 15. April: Dieser sieht eine zweijährige Sperre der Vermögenswerte für frühe Investoren und die Vernichtung von 10 % der Berater-Token vor. Wer die neuen Bedingungen nicht akzeptiert, muss mit einem unbefristeten Einfrieren seiner Gelder rechnen.
Das Team von World Liberty Financial bezeichnete die Anschuldigungen als haltlos.
Glaubt irgendjemand noch an @justinsuntron?
Justins Lieblingstaktik besteht darin, sich als Opfer darzustellen und dabei haltlose Anschuldigungen zu erheben, um sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen.
Gleiche Strategie, anderes Ziel. WLFI ist nicht der erste.
Wir haben die Verträge. Wir haben die Beweise. Wir haben die Wahrheit.
Sehen…
— WLFI (@worldlibertyfi) 12. April 2026
„Wir haben Beweise und Verträge. Wir sehen uns vor Gericht“, antworteten die Projektvertreter von X.
Trotz der bürokratischen Hürden betonte Sun, dass er Trumps Politik weiterhin unterstütze. Seiner Meinung nach widersprächen die Handlungen einzelner WLF-Mitarbeiter den Werten des gewählten US-Präsidenten.
Sun gehört zu den größten Inhabern des TRUMP-Memecoins. Laut CoinCarp ist die Verteilung dieses Vermögenswerts stark zentralisiert; über 91 % des Angebots konzentrieren sich auf nur 10 Adressen.

Quelle: CoinCarp.
Zur Erinnerung: Im November 2024 kaufte Sun WLFI im Wert von 2 Milliarden US-Dollar für 30 Millionen US-Dollar und wurde damit zum größten Investor des Projekts.
Im Mai 2025 reichte Jonathan Lopez eine Klage gegen Chase Herro, den Leiter der Daten- und Strategieabteilung von WLF, ein und warf ihm Betrug vor.
