MARA will 1,5 Milliarden Dollar investieren, um sich in ein Energieunternehmen umzuwandeln.

Das Bergbauunternehmen MARA Holdings hat eine Vereinbarung zum Kauf des Gaskraftwerks Long Ridge Energy & Power von FTAI Infrastructure für 1,5 Milliarden US-Dollar getroffen.
MARA erweitert seine KI-Infrastruktur durch die Übernahme von Long Ridge Energy & Power. Das Unternehmen besitzt unter anderem ein hocheffizientes 505-MW-GuD-Kraftwerk und über 650 Hektar angrenzendes Land in einem der weltweit größten KI- und Rechenzentrumscluster… pic.twitter.com/YUF9WlfQzP
– MARA (@MARA) 30. April 2026
Der Betrag beinhaltet die Schulden von Long Ridge in Höhe von 785 Millionen US-Dollar. Der Rest wird durch Barmittel und ein Darlehen der Barclays Bank gedeckt.
Laut MARA soll das Objekt ab dem zweiten Halbjahr 2025 ein jährliches bereinigtes EBITDA von rund 144 Millionen US-Dollar generieren. Das Unternehmen plant, auf dem Gelände einen integrierten Campus für digitale Infrastruktur mit einer Kapazität von über 1 GW zu errichten.
Der CEO des Bergbauunternehmens, Fred Thiel, bezeichnete Long Ridge als eine „hocheffiziente Vertragsenergieplattform“, die Stromerzeugung, Brennstoffversorgung, Netzanschluss, Land, Wasser und Glasfaser an einem Standort vereint.
Er ist überzeugt, dass der Standort zu einem Vorzeigecampus für KI werden wird. Das Unternehmen erhält bereits Anfragen von potenziellen Mietern aus dem KI- und IT-Sektor.
MARA kündigte im Februar die Umstrukturierung der Kapazitäten hin zu Rechenzentren an und meldete gleichzeitig einen Verlust von 1,7 Milliarden US-Dollar für das vierte Quartal 2025. MARA beabsichtigt, sich von einem reinen Bitcoin-Miner zu einem Energie- und Digitalunternehmen zu wandeln.
Ende März verkaufte das Unternehmen 15.133 BTC für 1,1 Milliarden Dollar, um eigene Anleihen zurückzukaufen.
Am 30. April schlossen die MARA-Aktien mit einem Plus von fast 12 % – etwa 12 Dollar. In den vergangenen sechs Monaten ist der Aktienkurs des Unternehmens um 54 % gestiegen.

Quelle: Yahoo Finance.
MARA ist der zweithöchste öffentliche Miner mit einer Hashrate von 61,7 EH/s, direkt hinter Bitdeer (69,5 EH/s). Laut BitcoinMiningStock ist dieser Wert innerhalb eines Monats um 5,83 % gestiegen.
Das Unternehmen bleibt Branchenführer in Bezug auf das Bitcoin-Mining-Volumen. Im April schürfte das Unternehmen 736 BTC (+4,39 % gegenüber dem Vormonat).
Riots erste KI-Einnahmen
Riot Platforms hat erstmals seine Rechenzentren in ein separates Geschäftsfeld ausgegliedert. Laut den Ergebnissen des ersten Quartals brachte dieser Bereich dem Unternehmen 33,2 Millionen US-Dollar ein.

Quelle: Riot.
Der Gesamtumsatz des Unternehmens im Berichtszeitraum betrug 167,2 Millionen US-Dollar, wovon 111,9 Millionen US-Dollar aus dem Bitcoin-Mining stammten.
Der Umstieg auf KI trug zu Riots Quartalsumsatz von rund 20 % bei. Eine Schlüsselrolle spielte dabei eine langfristige Vereinbarung mit AMD: Der Chiphersteller nutzte eine Erweiterungsoption und verdoppelte die vertraglich vereinbarte Kapazität von 25 MW auf 50 MW. Zukünftig kann sie auf 200 MW erhöht werden.
Riot baut seine Anlage in Rockdale, Texas, in der die AMD-Infrastruktur untergebracht ist, weiter aus.
Das Unternehmen baut außerdem einen Campus in Corsicana, der laut Management entweder mit einem einzelnen Großmieter oder mit mehreren Kunden in den Bereichen KI, Rechenzentren und Hyperscaling zusammenarbeiten kann.
Im ersten Quartal verkaufte Riot 3.778 BTC, behielt aber 15.679 BTC in seiner Bilanz, was einem Wert von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar entspricht. Gemessen daran bleibt das Unternehmen der siebtgrößte öffentliche Bitcoin-Inhaber.

Quelle: BitcoinTreasuries.
Laut Yahoo Finance notierten die Aktien des Unternehmens in der letzten Handelssitzung bei 17,2 US-Dollar, was einem Anstieg von 7,8 % gegenüber dem Vortag entspricht.
Zur Erinnerung: Im ersten Quartal verkauften öffentliche Miner rekordverdächtige 32.000 BTC – mehr als im gesamten Jahr 2025.
