22.000 Adressen und eine Quantenbedrohung: „Satoshi-Coins“ sind schwieriger zu hacken als es scheint, sagt ein Experte.

- Alex Thorne sagte, es zeichne sich in der Community ein Konsens hinsichtlich der Unantastbarkeit der Satoshi-Coins ab.
- Seinen Angaben zufolge wird das Risiko von Quantenangriffen als begrenzt und langfristig eingeschätzt.
- Thorne betonte, dass der Markt in der Lage sei, erhebliche Mengen an Bitcoin aufzunehmen, wenn diese sich bewegten.
Alex Thorne, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, erklärte, dass sich innerhalb der Krypto-Community ein Konsens hinsichtlich der Unantastbarkeit der frühen Bitcoin-Coins herausbildet, die mit Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht werden.
Seinen Angaben zufolge könnte ein Eingriff in diese Vermögenswerte das Kernprinzip von Bitcoin – den Schutz von Eigentumsrechten – untergraben. Das Risiko einer Kompromittierung wird jedoch als geringer eingeschätzt als allgemein angenommen.
Thorne merkte an, dass die sogenannten „Satoshi-Coins“ auf etwa 22.000 Adressen mit jeweils 50 BTC verteilt sind. Dies erschwert einen potenziellen Angriff, da ein Angreifer eine große Anzahl von Wallets kompromittieren müsste, anstatt nur einen einzigen großen Liquiditätspool.
Gleichzeitig erkannte er zentralisierte Börsen und aktive Marktteilnehmer als besonders attraktiv für Angreifer. Diese Akteure können jedoch bei Bedarf auf Post-Quantum-Adressen (PQ-Adressen) ausweichen, wodurch ihre Anfälligkeit verringert wird.
Wird der Markt dem potenziellen Druck standhalten?
Der Experte betonte, dass der Markt seit Oktober 2025 Bitcoin im Wert von über einer Million Dollar aufgenommen hat. Thorne meinte, dass der Markt selbst im hypothetischen Fall eines Abzugs aller Satoshi-Coins einen Kursrückgang von bis zu 50 % verkraften könnte.
Er fügte hinzu, dass viele Branchenteilnehmer einem solchen Szenario zustimmen würden, um den Grundsatz der Eigentumsintegrität zu wahren.
Darüber hinaus wies der Analyst auf mehrere Risiken hin, die mit der Implementierung neuer Kryptographieverfahren verbunden sind:
- Dauer der Forschung und Umleitung von Ressourcen;
- die Wahrscheinlichkeit der Integration unzureichend getesteter Lösungen;
- Gefahr einer Sackgasse bei der Konsensfindung.
Zur Erinnerung: Galaxy Digital hatte die Bedrohung von Bitcoin durch Quantencomputer bereits als langfristige Herausforderung eingestuft und angekündigt, aktiv an Sicherheitslösungen zu arbeiten.
