Bitcoin: Rückblick vom 12. April – Verkäufer verlieren an Schwung, Großinvestoren häufen Volumen an

Hauptsächlich:
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Bitcoin notiert bei 71.700 US-Dollar und befindet sich in einer lokalen Konsolidierungsphase.
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Wichtige Niveaus: Eine wichtige Unterstützung bleibt bei 69.000 US-Dollar, die Hauptwiderstandszone liegt im Bereich von 78.000 bis 80.000 US-Dollar.
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Tägliche Preisspanne: 71.310–73.137 US-Dollar.
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Das Scheitern der USA und des Irans bei der Erzielung einer Einigung in einer Reihe von Fragen hat einen Ausverkauf risikoreicher Vermögenswerte ausgelöst.
Was geschah mit dem Bitcoin-Preis innerhalb von 24 Stunden?
Nach jüngsten Versuchen, die Marke von 73.000 US-Dollar zu durchbrechen, geriet Bitcoin ( BTC ) unter starken externen Druck. Eine Welle lokaler Verkäufe erfasste den Markt und ließ den Kurs auf 71.600 US-Dollar zurückfallen, ein Verlust von rund 2 %.

Das tägliche Liquidationsvolumen auf dem Kryptomarkt hat 311 Millionen US-Dollar überschritten. In den letzten 24 Stunden wurden die Positionen von 112.688 Händlern zwangsweise geschlossen, mit einem Gesamtvolumen von 311,28 Millionen US-Dollar. Die größte Order im Wert von 4 Millionen US-Dollar wurde an der Bybit-Börse im Währungspaar Bitcoin/US- Dollar (BTC /USD) registriert.

Schlüsselfaktoren, die den Bitcoin-Preis beeinflussen
Das aktuelle Marktbild ist geprägt vom Aufeinandertreffen kurzfristiger makroökonomischer Ängste und starker mittelfristiger Fundamentaldaten.
Makroökonomie und Geopolitik: Spannungen statt eines Waffenstillstands
Hauptgrund für den Preisverfall war das Scheitern einer diplomatischen Lösung im Nahen Osten. Die Verhandlungen in Pakistan, die den sechswöchigen US-Feldzug gegen den Iran beenden sollten, sind in einer Sackgasse gelandet.
US-Vizepräsident J.D. Vance bestätigte, dass die Parteien keine Einigung erzielen konnten. Er merkte an, dass das Haupthindernis die „roten Linien“ Washingtons seien – insbesondere die strikte Forderung, dass Iran seine Atomwaffenentwicklung und die damit verbundenen Technologien aufgibt.
Teheran seinerseits bestand auf einem umfassenden Ansatz, der die Aufhebung der Sanktionen, die Klärung des Status der Straße von Hormuz und die Zahlung von Reparationen umfasst.
Vor diesem Hintergrund entschieden sich viele Anleger dafür, Risiken zu vermeiden, was sich unmittelbar auf die Preise von Kryptowährungen auswirkte.
On-Chain-Daten: Erschöpfung und Akkumulation der Verkäufer
Trotz der alarmierenden Nachrichtenlage deuten verschiedene Kennzahlen darauf hin, dass die Bären an Boden verlieren. Laut Analysen von CheckonChain und Glassnode:
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Die realisierten Verluste sind auf etwa 400 Millionen Dollar pro Tag gesunken. Dies ist ein stetiger Abwärtstrend im Vergleich zu den panikartigen Höchstständen von 2 Milliarden Dollar, die während der Abflüsse im letzten Jahr und zu Beginn dieses Jahres zu verzeichnen waren;
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Die realisierten Gewinne fielen ebenfalls auf ein 12-Monats-Tief (rund 300 Millionen Dollar pro Tag). Investoren, die das Asset zum Tiefststand von rund 60.000 Dollar gekauft haben, schreiben nun schwarze Zahlen, weigern sich aber, ihre Coins zu verkaufen;
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Die realisierte Gewinn-/Verlustquote (GuV) stieg auf 1,4, den höchsten Wert seit Januar.

Gleichzeitig setzt sich die großflächige Akkumulation der führenden Kryptowährung fort. In diesem Jahr erwarben Investoren rund 850.000 BTC im Wert von jeweils 60.000 bis 70.000 US-Dollar und transferierten diese anschließend von Handelsplattformen in Cold Wallets.

Die daraus resultierende Angebotsverknappung dient als Puffer, der die Auswirkungen geopolitischer Schocks auf den Bitcoin-Preis abmildert.
Technisches Bild
Trotz zunehmender Volatilität wird davon ausgegangen, dass die Bullen an Stärke gewinnen, um einen weiteren Aufschwung zu erzielen.
Die Sharpe-Ratio sinkt. Historisch gesehen gingen dem Rückgang dieser Kennzahl auf Tiefststände in Phasen längerer Konsolidierung (insbesondere bei negativen externen Einflüssen) oft starke Aufwärtstrends voraus, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Preisstagnation trügerisch ist.

Level:
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Unterstützung: Das Halten der Marke von 69.000 US-Dollar ist weiterhin entscheidend für den Aufwärtstrend. Unterhalb dieses Niveaus werden Käufer die Zone um 60.000 US-Dollar, in der sich die größte Nachfrage von Großinvestoren konzentriert hat, energisch verteidigen.
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Nächster Widerstand: Die Bullen müssen die geopolitischen Negativitäten verarbeiten und den Preis wieder auf die Marke von 73.000 US-Dollar treiben;
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Mittelfristige Ziele: Bei erfolgreicher Übernahme durch den Verkauf liegt das nächste Ziel im Bereich von 78.000 bis 80.000 US-Dollar.
