Bitcoin

Der Internationale Währungsfonds IWF warnt vor Bitcoin – mal wieder

Die internationale Finanzinstitution wärmt alte Warnungen wieder auf und erklärt erneut, dass die Anerkennung von Bitcoin als nationale Währung eine „nicht ratsame Abkürzung” darstellt.

Bitcoin (BTC), die größte Kryptowährung der Welt, wird in sieben Tagen in El Salvador als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Aber während das zentralamerikanische Land die letzten Tage der Vorbereitung durchläuft und von anderen Ländern eifrig beobachtet wird – darunter potenzielle Nachahmer –, erneuert der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Warnung auf Twitter.

Zusammen mit der Weltbank hat die zwischenstaatliche Finanzinstitution von Anfang an ihre Missbilligung von El Salvadors Krypto-Gesetzgebung zum Ausdruck gebracht. Der IWF warnt vor den wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken, die dem Land drohen, wenn Bitcoin ein offizielles gesetzliches Zahlungsmittel wird.

Ein Schritt zu weit

Der IWF in seiner jüngsten Warnung des IWF (die auf Twitter gepostet wurde – mit einem Link zum Blog des letzten Monats):

„Privat emittierte Krypto-Assets wie Bitcoin sind mit erheblichen Risiken verbunden. Sie einer nationalen Währung gleichzustellen, ist eine nicht ratsame Abkürzung.“

Privately issued cryptoassets like Bitcoin come with substantial risks. Making them equivalent to a national currency is an inadvisable shortcut. Read more in our #IMFBlog by the IMF’s Tobias Adrian and @RhodaWeeksBrown: https://t.co/r1NwBuyAq8 pic.twitter.com/Sk9tOjvhD6

— IMF (@IMFNews) August 29, 2021

 Der von Tobias Adrian, Direktor der Abteilung Geld- und Kapitalmärkte, und Rhoda Weeks-Brown, Leiterin der Rechtsabteilung, verfasste Blogbeitrag beschreibt eine Reihe von „Risiken, die den Ländern drohen, die sich dafür entscheiden, privat ausgegebene Token” als nationale Währung zu legalisieren.

Die Autoren erkennen zwar die „Vorteile der zugrundeliegenden Technologien” an. Sie bestehen aber darauf, dass Kryptowährungen nicht in einem solchen Ausmaß angenommen werden sollten, da das ein „Schritt zu weit” sei.

In den meisten Fällen würden die Risiken einer solchen Einführung ihre Vorteile überwiegen, warnen die Autoren. Sie betonen, dass die Anerkennung von Bitcoin als nationale Währung eine Bedrohung für die finanzielle Integrität in Ländern mit schwachen Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) darstellt.

Eine „nicht ratsame Abkürzung“

Während der größte Teil des Blogs den Warnungen vor finanziellen und rechtlichen Risiken im Zusammenhang mit der Einführung von Bitcoin gewidmet ist, gehen die Autoren auch auf die drohenden ökologischen und wirtschaftlichen Gefahren ein.

Adrian und Weeks-Brown betonen die negativen ökologischen Auswirkungen des Bitcoin-Minings. Das würde „eine enorme Menge an Strom” verbrauchen. Und sie warnen davor, dass die Einführung von Kryptowährungen den Verbraucherschutz gefährden und sich negativ auf die Inlandspreise auswirken könnte.

Dem IWF zufolge stellt die Einführung von Bitcoin als nationale Währung „eine nicht zu empfehlende Abkürzung“ für einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise dar.

Die Einführung von Bitcoin kann eine schnelle und effektive Lösung für die derzeit angeschlagenen Volkswirtschaften darstellen, da die hohen Kosten für Überweisungen wegfallen, die finanzielle Integration von Bürgern ohne Bankverbindung ermöglicht wird, ausländische Investoren angezogen werden und in einigen Fällen lästige Sanktionen umgangen werden können.

El Salvadors Präsident Nayib Bukele, der das Gesetz im Juni durch das Parlament gebracht hat, kommentiert: Er vergieße keine Tränen über die Ablehnung des IWF.

🥲 https://t.co/bONTIgIiE5

— Nayib Bukele 🇸🇻 (@nayibbukele) August 29, 2021

Nach den ersten Warnungen des IWF sagte Bukele, dass nichts die Einführung von Bitcoin in El Salvador aufhalten werde. Und bis jetzt stimmt das auch.

Zuletzt aktualisiert am 31. August 2021

Eine Quelle: btc-echo.de

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