Händler drückten den Bitcoin-Kurs unter 76.000 US-Dollar, da die Liquidation von Long-Positionen im Wert von 43 Millionen US-Dollar den Rückgang auslöste.

Am Dienstag, dem 28. April, fiel der Bitcoin-Preis um 0,7 % und rutschte unter die Marke von 76.000 US-Dollar, da die globalen Märkte aufgrund der Entspannung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten eine Flaute erlebten.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Am 28. April fiel der Bitcoin-Kurs um 0,7 % auf 76.200 US-Dollar, da die Märkte ihren Fokus von den geopolitischen Risiken im Nahen Osten abwandten.
- Eine Analyse von Bitunix zeigt, dass Long-Positionen im Wert von 43 Millionen Dollar liquidiert wurden, als die Marktkapitalisierung von Bitcoin sank.
- Die Analysten von Bitunix gehen davon aus, dass Bitcoin auf Basis der aktuellen Hebelwirkung zwischen 76.000 und 80.000 US-Dollar gehandelt wird.
Bitcoin fiel unter 76.000 Dollar.
Bitcoin gab am Dienstag, dem 28. April, erneut nach und fiel diesmal unter die Marke von 76.000 US-Dollar, da die globalen Märkte angesichts der geopolitischen Ruhe nach einer klaren Richtung suchten. Marktdaten der letzten 24 Stunden zeigen, dass Bitcoin zunächst stieg und ein Tageshoch von 77.474 US-Dollar erreichte, bevor ein Rückgang einsetzte, der die anfänglichen Gewinne wieder zunichtemachte.
Der Ausverkauf setzte sich fort, und um 10:39 Uhr ET fiel die führende Kryptowährung auf 75.657 US-Dollar – den niedrigsten Stand seit dem 22. April. Nach diesem Tagestief erholte sich Bitcoin kurzzeitig und erreichte wieder 76.000 US-Dollar. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Verluste auszugleichen, und der Kurs schloss die 24 Stunden mit einem Minus von 0,7 %. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels (14:30 Uhr ET) notierte Bitcoin bei rund 76.200 US-Dollar.
Ein leichter Kursrückgang bei Bitcoin führte auch zu einer Verringerung der Marktkapitalisierung auf 1,52 Billionen US-Dollar, gegenüber 1,54 Billionen US-Dollar 24 Stunden zuvor. Dieser Rückgang bewirkte einen deutlichen Wertverlust bei liquidierten gehebelten Positionen. Marktdaten zeigen, dass innerhalb von 24 Stunden Long-Positionen im Wert von fast 43 Millionen US-Dollar und Short-Positionen im Wert von 8 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. Zum Vergleich: Am Montag wurden allein Long-Positionen im Wert von 110 Millionen US-Dollar liquidiert.
Nachdem der Nahostkonflikt in den vergangenen 48 Stunden in einer fragilen Pattsituation geendet hatte, verlagerte sich die Aufmerksamkeit am Dienstag auf die breitere globale politische Divergenz und die beschleunigte Liquiditätsneubewertung. Dies verdeutlicht, wie geopolitische Trägheit die Marktneubewertung nun direkt beeinflusst. Laut einem Analysten von Bitunix erklärt dieser Hintergrund teilweise, warum Bitcoin die Aufwärtsdynamik, die ihn am frühen Montag auf 79.490 US-Dollar getrieben hatte, nicht beibehalten konnte.
„Nachdem der Kurs sich der Marke von 80.000 US-Dollar genähert hatte, drehte er nach unten und trat in eine Phase der Long-Liquidation ein. Liquidationskarten zeigen eine erneute Konzentration des Long-Liquidationsrisikos im Bereich von 76.000 bis 77.000 US-Dollar, während der Bereich über 78.500 bis 80.000 US-Dollar weiterhin als Cluster von Druck und Liquidität aus Short-Positionen fungiert“, sagte ein Analyst von Bitunix.
Laut dem Analysten entsteht dadurch eine klassische Zwei-Wege-Anreizstruktur, bei der gehebelte Positionen sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsbewegungen begünstigen.
Gleichzeitig argumentiert der Analyst, dass Bitcoin in dieser Phase nicht mehr primär die Nachfrage nach sicheren Anlagen widerspiegelt. Vielmehr basiert seine Funktionsweise auf Liquiditätsbedingungen und Hebelwirkung, wobei die Preisdynamik stärker von taktischen Positionierungen als von strukturellen Kapitalflüssen bestimmt wird.
