Winklevoss Capital transferierte inmitten der Gemini-Krise 572 BTC in Verwahrungs-Wallets.

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  • Winklevoss Capital hat 572 BTC von der Gemini-Adresse transferiert.
  • Dieser Schritt fiel zeitlich mit Kürzungen und Verlusten an der Kryptobörse zusammen.
  • Das Portfolio an Krypto-Assets der Investmentfirma der Winklevoss-Brüder hat fast 858 Millionen Dollar erreicht.

Laut On-Chain-Daten von Arkham Intelligence transferierte die Investmentfirma Winklevoss Capital 572 BTC (ca. 42,8 Millionen US-Dollar) aus dem Hot Wallet der Kryptobörse Gemini an Verwahradressen. Dies ist die erste signifikante Einzahlung seit über einem Monat und gleicht den vorherigen Abfluss teilweise aus.

Die Transaktionen erfolgten in zwei Phasen innerhalb von 24 Stunden:

  • 372 $BTC in der ersten Transaktion;
  • 200 BTC in etwa 11 Stunden.

Vermögenswerte wurden von Adressen, die mit Gemini in Verbindung stehen, auf Wallets von Winklevoss Capital und Gemini Custody übertragen.

Nach diesen Transaktionen umfasst das Gesamtportfolio des Fonds zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts Folgendes:

  • 9328 $BTC (mehr als 693 Millionen US-Dollar);
  • 70.588 ETH (fast 165 Millionen US-Dollar);
  • Gesamtkosten – etwa 858 Millionen Dollar.
Winklevoss Capital Portfolio. Quelle: Arkham Intelligence

Dies ist eine teilweise Erholung von der vorherigen Einzahlung von 128,5 Millionen Dollar in Gemini, die den Kontostand des Bitcoin-Fonds auf den niedrigsten Stand seit 2012 reduzierte.

Druck auf Gemini und mögliche Lösungen

Dieser Schritt erfolgt inmitten finanzieller Schwierigkeiten bei Gemini Space Station, der von den Winklevoss-Brüdern gegründeten Kryptobörse.

Laut Unternehmensbericht verlor das Unternehmen im Jahr 2026 mehr als 50 % seines Marktwerts, baute rund 30 % seiner Belegschaft ab und zog sich aus wichtigen Märkten wie Großbritannien, der EU und Australien zurück.

Die finanzielle Lage wird durch Verluste zusätzlich verschärft. Laut behördlichen Unterlagen ist Gemini weiterhin unprofitabel und verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 585 Millionen US-Dollar, unter anderem aufgrund nicht realisierter Verluste aus Krypto-Assets.

Ein weiterer Faktor ist die Schuldenlast gegenüber den Gründern. Das Unternehmen hat Bitcoin-Kredite in Höhe von ca. 330 Millionen US-Dollar, die von den Winklevoss-Brüdern über Winklevoss Capital bereitgestellt wurden.

Derzeit diskutiert das Unternehmen intern eine Umstrukturierungsoption, nämlich die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital und möglicherweise den „Erlass“ einiger Kredite.

Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den Gründern selbst, die die Mehrheit der Stimmen kontrollieren und sich bisher noch nicht öffentlich positioniert haben.

Die On-Chain-Daten zeigen lediglich die Richtung der Geldflüsse an, nicht deren Ziel. Aktuelle Transaktionen können Neukäufe der primären Kryptowährung, interne Umverteilungen zwischen Börse und Verwahrstellen oder eine teilweise Rückzahlung von Vermögenswerten aus einer früheren Einzahlung anzeigen.

Zur Erinnerung: Gemini hat im März 2025 stillschweigend einen Antrag auf Börsengang in den USA eingereicht und den Aktienpreis vor dem Handelsbeginn an der Nasdaq im September auf 28 US-Dollar festgelegt, mit dem Ziel, 425 Millionen US-Dollar einzunehmen.

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