Blockchain

Audius wird erster Musikpartner bei TikTok – AUDIO-Kurs explodiert

Eine Partnerschaft mit dem Social-Media-Riesen TikTok sorgt bei der Blockchain-basierten Musik-Streaming-Plattform Audius für eine echte Kurs-Explosion.

Weite Teile des Krypto-Space eröffneten ihre Handelsaktivitäten heute mit einem Kursminus. Nicht so AUDIO. Der Token der Blockchain-basierten Musik-Streaming-Plattform Audius explodierte über Nacht förmlich und rangiert zu Redaktionsschluss bei einem Kurs von 3,48 US-Dollar – ein Plus von 110 Prozent. Grund dafür ist die Integration des Dienstes auf TikTok. Die Kooperation hat Audius am Montag via Twitter verkündet. Ab sofort sei das Teilen von Musik als “TikTok Sounds” auf der beliebten chinesischen Social-Media-Plattform möglich.


Für die Kooperation hätte Audius kaum einen besseren Zeitpunkt wählen können. Im Juli gab TikTok an, dass knapp 75 Prozent der US-Nutzer neue Musik und neue Künstler über das soziale Netzwerkentdecken würden. Für die Musikplattform könnte dies weiteres Wachstum für die ohnehin schon steigenden User-Zahlen bedeuten. Verzeichnete Audius im Januar noch knapp eine Million aktive Nutzer, sind es sieben Monate später schon fünf Millionen. Auch die Anzahl der Künstler ist gewachsen und umfasst derzeit etwa 100.000 Musiker, unter ihnen auch echte Superstars wie Skrillex oder Mike Shinoda.

TikTok erweitert Monetarisierungsmöglichkeiten

Mitgründer und Audius-CPU Forrest Browning freut sich über die Partnerschaft mit TikTok. In einem Statement sagte er:

Wir sind stolz darauf, einer der ersten Partner von TikTok Sounds zu sein und den Künstlern auf Audius die Möglichkeit zu geben, ihre Bekanntheit noch weiter zu steigern.

Audius-CPU Forrest Browning

Weitere Details zur TikTok-Kooperation erklärt CEO Roneil Rumburg im Gespräch mit dem RollingStone:


Die Künstler, mit denen wir gesprochen haben, wollen bessere Wege finden, um die Fangemeinde, die sie auf TikTok aufgebaut haben, mit anderen Orten zu verbinden, an denen sie ihre Arbeit besser monetarisieren können.

CEO Roneil Rumburg gegenüber RollingStone

Dezentrales Musikstreaming mit Audius

Audius unterscheidet sich signifikant von dem Business-Modell der etablierten Anbieter – vor allem, wenn es um die Bezahlung der Künstler geht. Spotify wirft beispielsweise die Einnahmen in einen Topf und teilt diese dann nach prozentualem Anteil einzelner Songs auf. Den Löwenanteil davon streichen die Anbieter selbst ein, das restliche Geld wird an die Labels verteilt, die dann wiederum nur einen Bruchteil an die Künstler weitergeben.

Bei Audius funktioniert das anders. Denn die Interpreten können hier den Wert ihrer Arbeit selbst festlegen und ihre Streams selbst monetarisieren. Das daraus gewonnene Kapital wird dann zwischen dem Künstler und Audius im Verhältnis von 90 zu 10 aufgeteilt. Als Governance Token kommt hier AUDIO zum Einsatz, der auf der Plattform gestakt werden können. Nutzer erhalten damit ein Stimmrecht, das mit der Menge der eingesetzten Token korreliert.

Mittlerweile scheint jedoch auch die zentralisierte Konkurrenz allmählich in den Krypto-Space vorstoßen zu wollen. So machte Spotify Anfang Dezember vergangenen Jahres Schlagzeilen, als man in einer Stellenausschreibung nach einem Krypto-Experten für Zahlungen suchte. Eine Umstellung auf die Blockchain-Technologie wie bei Audius ist jedoch eher unwahrscheinlich – ein baldiges Einklinken bei “TikTok Sounds” hingegen schon.


Eine Quelle: btc-echo.de

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