Das Base-Netzwerk hat für Mai ein Azul-Update angekündigt. Wie wird sich das auf den Kryptomarkt auswirken?

- Die Basis wird im Mai dieses Jahres aktualisiert.
- Azul wird die Netzwerkgeschwindigkeit drastisch erhöhen.
- Das Team identifizierte außerdem Sicherheit und die Verbesserung der Entwicklererfahrung als wichtige Schwerpunkte.
Die Second-Layer-Lösung Base, entwickelt von der Kryptobörse Coinbase, bereitet sich auf eines der größten technischen Upgrades vor: Base Azul, dessen Aktivierung im Mainnet für den 13. Mai 2026 geplant ist. Sie läuft bereits im Testnetz und markiert den ersten Schritt beim Übergang zu einem vollständig unabhängigen Entwicklungsstack.
Das Team betont, dass Azul das Netzwerk „sicherer, leistungsfähiger und entwicklerfreundlicher“ gestalten will. In den letzten zwei Monaten hat das Team eine Reihe technischer Verbesserungen erzielt:
- Die Anzahl leerstehender Blöcke wurde um etwa 99 % reduziert (von fast 200 auf zwei pro Tag);
- erreichte einen Spitzendurchsatz von 5000 TPS;
- beschleunigte Releases und verbesserte Validator-Performance.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt: Alle Komponenten wurden geprüft, und es wurde ein Programm mit einer Belohnung von bis zu 250.000 US-Dollar für die Identifizierung von Fehlern ins Leben gerufen.
Fokus auf Sicherheit, Skalierbarkeit und die DeFi-Ökonomie
Das Azul-Update umfasst drei Schlüsselbereiche:
- Sicherheit und Dezentralisierung, einschließlich der Einführung eines Multi-Proof-Systems, das eine Trusted Execution Environment (TEE) und Zero-Knowledge-Proofs kombiniert. Dies ermöglicht schnellere Auszahlungen (bis zu einem Tag), erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe und eine tiefere Dezentralisierung;
- Performance – Base wird auf einen einzigen Stack umgestellt, nämlich den Ausführungsclient base-reth-node und den Konsensclient base-consensus. Dies ist Teil der Strategie, 1 Gigabyte/s zu erreichen.
- Entwicklererfahrung: Das Netzwerk ist mit den Ethereum Osaka-Spezifikationen synchronisiert, was die Entwicklung von Anwendungen vereinfacht.
Die Nutzer müssen nichts unternehmen – das Netzwerk wird automatisch schneller und günstiger. Gleichzeitig müssen die Knotenbetreiber auf neue Clients umsteigen.
Das Team plant in den kommenden Monaten weitere Verbesserungen. Ende Juni liegt der Fokus auf der Performance und der Verkürzung der Auszahlungszeiten. Ende August werden eine native Kontoabstraktion und Base Vibenet, ein offenes Entwicklernetzwerk zum Testen neuer Funktionen, eingeführt.
Base betont, dass Azul nur der Anfang einer Reihe von Aktualisierungen auf dem Weg zu einer „globalen, offenen On-Chain-Ökonomie“ ist.
Basisstrategie: Handel, Token und Wettbewerb in L2
Das Azul-Update fügt sich in eine umfassendere Transformation von Base ein, die sich zunehmend auf Finanzanwendungen, Handel und die On-Chain-Ökonomie konzentriert.
Zuvor hatte der Gründer des Netzwerks, Jesse Pollack, angekündigt, dass die Plattform ihren Fokus verlagern und zu einem zentralen Werkzeug für den Handel mit digitalen Assets werden würde. Er kündigte außerdem die Einführung einer eigenen „Creator Coin“ an und betonte die Bedeutung solcher Assets für die Interaktion mit der Zielgruppe.
Weitere wichtige Entwicklungsbereiche umfassen die Fokussierung auf Stablecoins, die Infrastruktur für KI-Agenten und den Aufbau einer globalen On-Chain-Ökonomie.
Laut CryptoRank hat Base unter den Ethereum L2-Lösungen eine dominante Stellung bewiesen und an einem einzigen Tag rund 70 % aller Gebühren in diesem Segment eingesammelt.
Darüber hinaus entfernt sich das Netzwerk schrittweise von seiner Abhängigkeit von Optimism und setzt stattdessen auf einen eigenen Stack, was die Einführung neuer Funktionen beschleunigen dürfte.
