Solana und Google Cloud lancieren ein Zahlungsportal für KI-Agenten

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Die Lücke zwischen den Fähigkeiten künstlicher Intelligenz (KI) und der Zahlungsinfrastruktur für Unternehmen schließt sich. Laut der Solana Foundation haben Entwickler in Zusammenarbeit mit Google Cloud Pay.sh vorgestellt, ein System, das die manuelle Konto- und Abonnementverwaltung für autonome Software-Agenten überflüssig macht.

Wie funktioniert es?

Laut den Entwicklern liegt das Problem des Zugangs von KI zu leistungsstarken Werkzeugen seit langem in menschlichen Fehlern begründet.

„Die Bots benötigten menschliche Unterstützung bei der Kontoerstellung, der Durchführung der KYC-Prüfung und der Einrichtung der Zahlungsdetails. Pay.sh fungiert als Vermittler und ermöglicht es der KI, schnell die richtigen Schnittstellen zu finden und jede einzelne Anfrage zu bezahlen“, heißt es in dem Dokument.

Das System beginnt mit der Verknüpfung einer Solana-Wallet (SOL) mit einer KI-Schnittstelle wie Gemini oder Claude Code. Die Aufladung dauert etwa 60 Sekunden, danach kann der Agent kostenpflichtige Dienste nutzen.

In diesem Szenario dient die Tatsache der Zahlung als Nachweis der Berechtigung, wodurch die Notwendigkeit entfällt, geheime Zugriffsschlüssel zu generieren und zu speichern.

Die Entwickler erklärten, dass Pay.sh technisch gesehen als Proxy-Server auf Basis der Google Cloud Platform (GCP) fungiert.

„Es fängt Anfragen des Agenten ab, prüft die Wallet auf vorhandene Guthaben und autorisiert die Transaktion über Google Cloud-Dienste hinweg, einschließlich des Gemini-KI-Modells, des BigQuery-Speichers und der Vertex-KI-Plattform“, erklärte die Solana Foundation.

Die Projektvertreter wiesen darauf hin, dass die Zahlungen in Stablecoins erfolgen, die dann für die Dienstleister in reguläre Währung umgerechnet werden.

Pay.sh-Präsentation. Quelle: Solana Foundation.

Skalierung durch offene Standards

Neben den offiziellen Google-Tools umfasst der Katalog über 50 Drittanbieterdienste. So können KI-Agenten beispielsweise E-Mail-Kampagnen unabhängig über AgentMail, Dune Analytics oder die Alchemy-Knoteninfrastruktur bezahlen.

Die Urheber der Initiative erklärten, dass das Pay-per-Request-Modell Überzahlungen für ungenutzte Ressourcen vermeidet.

Das System basiert auf den offenen Protokollen x402 und MPP – Standards, die speziell für den maschinellen Handel entwickelt wurden.

Im vergangenen Monat stellte Coinbase ein ähnliches, auf x402 basierendes App-Store-Konzept vor.

Der Plattformingenieur Eric Reppel betonte daraufhin, dass KI-Agenten eine enorme latente Nachfrage erzeugen, die zuvor durch die Komplexität von Mikrotransaktionen und starren Abonnementmodellen blockiert worden war.

Pay.sh ist vollständig für die Community zugänglich. Die Entwickler haben den Quellcode auf GitHub veröffentlicht und ermutigen Anbieter, ihre Dienste über Pull-Requests in die Registry einzutragen.

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