Adam Back, der Regisseur von „Probable Nakamoto“, kritisierte den Film über die Suche nach Nakamoto.

«Вероятный Накамото» Адам Бэк раскритиковал фильм о поисках Накамото

Adam Back, CEO von Blockstream und britischer Kryptograph, kritisierte die Ergebnisse des kürzlich erschienenen Dokumentarfilms „Finding Satoshi“. Kurz vor der Veröffentlichung des Films hatten Journalisten der New York Times Back als den Schöpfer von Bitcoin identifiziert, der sich unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbirgt.

Der Film erzählt die Geschichte einer Untersuchung des amerikanischen Journalisten William D. Cohan und des Privatdetektivs Tyler Maroney. „Finding Satoshi“ kommt zu dem Schluss, dass sich die beiden Kryptographen Hal Finney und Len Sassaman hinter dem Pseudonym Nakamoto verbargen.

Backs Hauptargumente gegen diese Schlussfolgerungen beziehen sich auf Zeitzonen und Geografie. Während der aktiven Entwicklungsphase von Bitcoin lebte Sassaman in Belgien und arbeitete an seiner Doktorarbeit an der Katholischen Universität Leuven. Laut Back stimmt der Zeitpunkt von Satoshis Forenbeiträgen nicht mit Sassamans europäischem Tagesablauf überein.

Back betont außerdem, dass, wenn Sassaman tatsächlich den Kerntext von Bitcoin verfasst hätte, die abschließenden Bearbeitungen und die Aktivitäten des Schöpfers an bestimmten Stellen die Theorie getrennter Rollen unmöglich gemacht hätten. Beispielsweise war Satoshi online, als Finney einen Marathon lief. Dies beweist laut Back, dass beide nicht die Schöpfer der Blockchain sein können. Hal Finney war laut Back lediglich ein früher Nutzer und Tester des Systems, nicht dessen Mitautor.

Die Macher von „Finding Satoshi“ teilten die Aufgaben wie folgt auf: Hal Finney (gestorben 2014) war für das Schreiben des Softwarecodes verantwortlich, während Len Sassaman (gestorben 2011) das theoretische Rahmenwerk entwickelte und das offizielle Bitcoin-Whitepaper verfasste. Als Indizien führen die Filmemacher linguistische Analysen an – insbesondere Sassamans Verwendung von britischem Englisch – sowie ihre Zusammenarbeit am PGP-Verschlüsselungssystem und die Online-Aktivitäten beider.

Kurz vor dem Kinostart des Films veröffentlichte die New York Times die Ergebnisse ihrer eigenen Recherche. NYT-Journalist John Carreyrou verbrachte etwa ein Jahr damit, die Mailinglisten-Archive der Kryptografie-Community Cypherpunks aus den 1990er-Jahren zu studieren und sie mit Nakamotos Korrespondenz zu vergleichen. Laut der linguistischen Analyse der NYT könnte Hal Fin Satoshi sein, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer als im Fall von Back. Back selbst hat eine Beteiligung an der Entwicklung von Bitcoin wiederholt bestritten.

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