Der Angriff auf die Grinex-Börse steht in keinem Zusammenhang mit Geheimdiensten – BitOK

Analysten der BitOK-Plattform erklärten, dass der Angriff auf die Kryptobörse Grinex nicht die Merkmale einer Operation mit Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten aufweise und eher an einen typischen Diebstahl von Geldern erinnere.
Der Vorfall ereignete sich am 15. April, doch die Börse gab erst 24 Stunden später Informationen über den Hackerangriff bekannt. Experten vermuten, dass die Angreifer versucht haben, schnell und ohne großen Aufwand Gelder abzuheben.
Hacker erbeuteten über die dezentrale Plattform SunSwap rund 6,56 Millionen US-Dollar. Solche Machenschaften sind ungewöhnlich für staatliche Einrichtungen, die üblicherweise ausgefeiltere Methoden zur Verschleierung von Transaktionen einsetzen, wie BitOK anmerkte.
Darüber hinaus häuften die Angreifer etwa 45,9 Millionen TRX in einer einzigen Wallet an, während Gruppen, die für Regierungen arbeiten, die Gelder typischerweise auf mehrere Adressen verteilen.
Analysten stellten auch die Theorie der „politischen Sabotage“ in Frage. Sie glauben, dass die Einfrierung der Vermögenswerte durch den Emittenten des Stablecoins Tether unter Beteiligung von Regierungsbehörden auch ohne Hacking hätte durchgeführt werden können.
„Das Vorgehen der Angreifer deutet auf den Wunsch hin, die Gelder so schnell wie möglich abzuheben und in bar auszuzahlen“, stellte BitOK fest.
Experten fügten hinzu, dass die Schadenshöhe nicht dem Umfang der Transaktionen zwischen den Bundesstaaten entspreche: Bei einem Umsatz der Plattform von rund einer Milliarde Dollar pro Tag machten die Verluste nur einen Bruchteil aus.
Zuvor hatte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Grinex, die estnische juristische Person der russischen Börse Garantex, sowie die Zahlungsdienstleister Exved und InDeFi auf seine Sanktionsliste gesetzt.
