Die Europäische Union hat Sanktionen gegen russische Kryptoplattformen verhängt.

Евросоюз ввел санкции против российских криптоплатформ

Im Rahmen ihres 20. Sanktionspakets hat die Europäische Union Beschränkungen für in Russland registrierte Anbieter und Plattformen verhängt, die den Transfer und Tausch von Krypto-Assets ermöglichen. Das Verbot tritt am 24. Mai in Kraft.

Laut einem im Amtsblatt der EU veröffentlichten Dokument ist es europäischen Unternehmen und Bürgern untersagt, russische Anbieter und Plattformen für Kryptowährungstransfers und -umtausch zu nutzen. Die Beschränkungen gelten sowohl für zentralisierte Dienste als auch für dezentrale Lösungen.

Eine separate Klausel verbietet Transaktionen mit dem Rubel-Stablecoin RUBx, der an den russischen Rubel gekoppelt und durch digitale Finanzanlagen gedeckt ist. Das Projekt wurde unter Beteiligung des Staatskonzerns Rostec umgesetzt, und der Umlauf erfolgt über die RT Pay-Plattform.

Darüber hinaus schränkte die EU jegliche Unterstützung für die Entwicklung und Einführung des digitalen Rubels ein. Das Maßnahmenpaket umfasste auch ein Verbot von Verrechnungszahlungen mit russischen Geschäftspartnern sowie von Transaktionen mit Unternehmen in Drittländern, die Dienstleistungen zur Umgehung von Sanktionen mittels Kryptowährungen oder Zahlungsdiensten anbieten.

Das kirgisische Kryptounternehmen TengriCoin unterlag ebenfalls Beschränkungen. Die EU merkte an, dass es die Meer-Plattform betreibt, eine der Plattformen, die ein signifikantes Handelsvolumen des Stablecoins A7A5 abwickelt.

Das Dokument weist darauf hin, dass die Anlage durch bei der Promsvyazbank hinterlegte Gelder besichert ist, was laut EU zur Stützung des russischen Finanzsektors beitragen könnte. Zudem werden die Verbindungen von TengriCoin zu A7 und Old Vector LLC angeführt, die an der Emissionsstruktur von A7A5 beteiligt sind.

Der Europäische Rat erklärte, der erhöhte Sanktionsdruck sei auf Russlands zunehmende Nutzung von Kryptowährungen für internationale Zahlungen trotz bestehender Finanzbeschränkungen zurückzuführen. Die EU befürchtet, dass russische Behörden und Unternehmen solche Instrumente nutzen könnten, um Sanktionen zu umgehen.

Großbritannien hatte zuvor ein Unternehmen mit Sitz in Luxemburg und vier kirgisische Unternehmen auf die Liste der Sender gesetzt. Allen wird vorgeworfen, die Umgehung der gegen Russland verhängten internationalen Sanktionen ermöglicht zu haben.

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