Die russische Zentralbank hat den Grund für ihre strengen Beschränkungen bei Kryptowährungstransaktionen genannt.

Банк России назвал причину жесткого ограничения операций с криптовалютами

Die Zentralbank will die weitverbreitete Nutzung von Kryptowährungen in Russland verhindern und plant daher, Beschränkungen für nicht-professionelle und unqualifizierte Anleger einzuführen. Dies erklärte Wladimir Tschistjuchin, Erster Stellvertretender Gouverneur der Zentralbank Russlands.

Laut seinen Angaben werden die Höhe und weitere Parameter der Beschränkungen noch diskutiert.

„Die erste Diskussion dreht sich um die Höhe des Betrags. Meiner Meinung nach ist sie aber nicht sehr aktiv, da vielen Beteiligten klar ist, dass 300.000 Rubel bei nicht zweckgebundenen Überweisungen ein erheblicher Betrag sind. Für bestimmte Überweisungen – beispielsweise für medizinische Behandlungen oder Ausbildung – ist dieser Betrag in der Regel ausreichend“, erklärte Chistyukhin.

Der zweite Diskussionspunkt ist der Mechanismus zur Begrenzung. Die Zentralbank schlägt vor, das jährliche Volumen von Kryptowährungstransaktionen zu begrenzen, sodass nicht qualifizierte Anleger Vermögenswerte im Wert von höchstens 300.000 Rubel pro Jahr über einen einzigen Broker/eine einzelne Börse kaufen und verkaufen können.

Auf dem Markt wird ein alternativer Ansatz diskutiert: die Begrenzung des Kontostands anstelle des Umsatzes. In diesem Fall könnten Anleger unbegrenzt viele Transaktionen durchführen, solange der Endstand das festgelegte Limit nicht überschreitet, erklärte Chistyukhin.

„Wir wollen Einzelpersonen nicht absichtlich zum Handel mit Kryptowährungen verleiten. Nicht qualifizierten Anlegern ist es nicht gestattet, aktiv zu handeln, sondern lediglich im Rahmen der geltenden Überweisungsbeschränkungen Zahlungen von gesellschaftlicher Bedeutung zu tätigen“, erklärte der Beamte.

Er deutete an, dass sich die Herangehensweise der Zentralbank an die Restriktionen noch ändern könnte.

Die Obergrenze von 300.000 Rubel wurde im russischen Finanzministerium diskutiert. Ende Januar erklärte der stellvertretende Minister Iwan Tschebeskow, dass die Obergrenze vorläufig sei und noch weiterer Genehmigung bedürfe, unter anderem durch die Strafverfolgungsbehörden.

Sowohl Privatanleger als auch qualifizierte Investoren müssen einen Test zu Kryptowährungskenntnissen bestehen. Ab 2026 kann der Status als qualifizierter Investor mit einem Vermögen von mindestens 24 Millionen Rubel, einem Einkommen von mindestens 12 Millionen Rubel innerhalb von zwei Jahren, einer einschlägigen Ausbildung oder nachgewiesener Erfahrung im Finanzmarkt erlangt werden.

Der Gesetzentwurf „Über digitale Währungen und digitale Rechte“ wurde am 1. April in der Staatsduma eingebracht. Das Dokument skizziert die Struktur des künftigen Marktes: Neben Börsen, Brokern und Verwaltungsgesellschaften sieht es die Entstehung lizenzierter Wechselstuben vor, die ausschließlich bargeldlose Transaktionen abwickeln dürfen. Die Behörden beabsichtigen, Verstöße gegen die Kryptowährungsbestimmungen unter Strafe zu stellen.

Das Gesetz soll am 1. Juli in Kraft treten, und die ersten staatlich überwachten Krypto-Transaktionen werden voraussichtlich bis Ende des Jahres stattfinden. Einige Strafen für Verstöße werden sofort verhängt, andere erst ab dem 1. Juli 2027.

Interfax berichtete zuvor, dass die Gesetzgebungskommission der Regierung einen Gesetzentwurf gebilligt habe, der den illegalen Umlauf digitaler Währungen unter Strafe stellt, wenn dadurch ein erheblicher Schaden entsteht.

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