
„Das Bitcoin-Mining wird zunehmend zentralisiert, wobei die Rechenleistung in den Händen einiger weniger großer Akteure konzentriert ist, was das Mining der weltweit ersten Kryptowährung für die große Mehrheit der Interessierten praktisch unzugänglich macht“, sagte Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital.
Experten zufolge übersteigen die Mining-Kosten für einige US-amerikanische Mining-Unternehmen 100.000 bis 150.000 US-Dollar pro Bitcoin. Hauptgründe hierfür sind die hohen Stromkosten und der Verschleiß der Ausrüstung. Unter diesen Bedingungen scheiden kleinere Anbieter aus dem Markt aus, was die Zentralisierung des Netzwerks weiter verstärkt.
Geografisch betrachtet zeigt das Bitcoin-Mining Anzeichen einer Dezentralisierung: Die Hashrate verlagert sich zunehmend in Länder des sogenannten Globalen Südens – Paraguay und Äthiopien –, wo Zugang zu günstiger und reichlich vorhandener Wasserkraft besteht. Laut Thorne stärkt diese Dezentralisierung der Mining-Leistung über Kontinente hinweg die Sicherheit des Netzwerks und macht es weniger abhängig von der Situation in einzelnen Ländern.
Laut dem Forschungsleiter von Galaxy Digital wird sich die Branche in den kommenden Jahren weiter konsolidieren – Unternehmen, die Zugang zu bezahlbarer Energie bieten und Kosten effektiv managen können, werden überleben. Der Analyst rechnet nicht damit, dass der Wettbewerb so schnell vollständig verschwinden wird. Vielmehr geht er davon aus, dass sich der Kampf auf die Infrastruktur, Stromverträge und technologische Lösungen verlagern wird und die Phase „Wer die meisten vernetzten Geräte hat, gewinnt“ übersprungen wird.
Alex Thorne hatte zuvor erklärt, dass Banken bei der Einführung von Bitcoin und anderen wichtigen Kryptowährungen „zurückhalten“, da sie Zeit gewinnen wollen, um ihre eigenen Lösungen zu entwickeln.
