Ein Unternehmen mit Sitz in Skolkovo bietet juristischen Personen eine Gebühr für die Erstellung von Krypto-Wallets an.

Die in der russischen Sonderzone Skolkovo registrierte Plattform Pulsar bot russischen Firmenkunden Millionen von Rubel für grundlegende Dienstleistungen wie die Erstellung einer Krypto-Wallet oder die Durchführung von Wallet-zu-Wallet-Überweisungen an.
Die Leistungsbeschreibung des Unternehmens entspricht den Bestimmungen des Gesetzentwurfs der Zentralbank, der derzeit von der Staatsduma geprüft wird. Die von Pulsar veröffentlichte Preisliste stammt jedoch aus dem Februar.
Laut Preisliste kostet ein Jahresabonnement für die Dienstleistungen des Unternehmens 650.000 Rubel für Plan „A“, 2,5 Millionen Rubel für Plan „B“ und 5 Millionen Rubel für Plan „C“. Alle Pläne beinhalten die Überprüfung des Vertragspartners und die „nahtlose Integration mit großen Kreditinstituten“.
Zusätzlich zur Abonnementgebühr erhebt die Plattform eine separate Gebühr für Kryptowährungstransfers innerhalb der Plattform an Dritte und an externe Adressen. Die Gebühr variiert je nach gewähltem Tarif und beträgt in der Basisversion 0,1 % des Transferbetrags in Rubel, jedoch mindestens 10.000 Rubel pro Transaktion. Die Einrichtung einer Non-Custodial-Krypto-Wallet, auch mit Unterstützung für Multi-Signaturen, ist kostenpflichtig und kostet je nach gewähltem Tarif ab 6.200 Rubel.

Bits.media konnte keine Liste der Banken finden, mit denen Pulsar zusammenarbeitet. Das Unternehmen verspricht jedoch die Integration mit Kryptowährungsbörsen und dezentralen Plattformen.
Das Unternehmen Pulsar wurde 2023 gegründet und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Computersoftware.
Zuvor hatte der russische Vizefinanzminister Iwan Tschebeskow erklärt, das Finanzministerium prüfe eine Ausweitung der Pflicht zur Rückführung von Exporterlösen aus Kryptowährungen. Seit September 2024 dürfen russische Unternehmen digitale Währungen für grenzüberschreitende Zahlungen nutzen.
Der Gesetzentwurf zur Regulierung des Kryptowährungsmarktes in Russland räumt der Zentralbank die Befugnis ein, Börsen den Markteintritt zu gestatten sowie Beschränkungen für den Kauf digitaler Währungen durch russische Bürger festzulegen.
