
Unbekannte haben mithilfe des Tools AethirOFTAdapter USDT-Stablecoins im Wert von über 400.000 US-Dollar aus dem System des Kryptowährungsprojekts Aethir gestohlen. Dieses Tool dient dem Transfer von Token zwischen Blockchains. Der Vorfall wurde zuerst von PeckShieldAlert, einem Cybersicherheitsunternehmen, gemeldet.
Eine Blockchain-Analyse ergab, dass Hacker mithilfe einer Reihe schneller Transaktionen gestohlene Token vom BNB Chain-Netzwerk über die Symbiosis Finance-Plattform zu Tron transferierten. Die Kryptowährung befindet sich derzeit in zwei Tron-Wallets. Bislang gibt es keine Anzeichen für Abhebungen, was laut PeckShieldAlert darauf hindeutet, dass die Angreifer die Vermögenswerte wahrscheinlich weiterhin einbehalten.
Experten vermuten, dass unbekannte Akteure bei dem Hack einen Fehler in einem Smart Contract, schwache Zugriffskontrollmechanismen oder versteckte Schwachstellen in Cross-Chain-Systemen aufgrund ihrer Komplexität ausgenutzt haben.

Das Team von Aethir hat sich noch nicht offiziell geäußert.
Aethir ist eine dezentrale Cloud-Plattform, die ungenutzte Grafikprozessoren (GPUs) aus Rechenzentren, Unternehmen, Mining-Firmen und anderen Quellen aggregiert. Der native Token ATH dient zur Bezahlung von Cloud-Computing-Diensten, zum Staking und zur Teilnahme an der Plattform-Governance. Die Plattform ist in mehrere Blockchains integriert, darunter Ethereum, Arbitrum und Solana.
Von Januar bis März erbeuteten Hacker Kryptowährungen im Wert von über 168,6 Millionen US-Dollar von 34 dezentralen Finanzprotokollen (DeFi). Der größte Diebstahl des Quartals war die Kompromittierung des privaten Schlüssels der Step Finance-Plattform, wodurch Vermögenswerte im Wert von 40 Millionen US-Dollar verloren gingen. Am 1. April wurde das Krypto-Protokoll Drift gehackt, was zu Verlusten von 280 Millionen US-Dollar führte.
Blockchain-Forscher bringen viele Hackerangriffe mit nordkoreanischen Hackergruppen in Verbindung. Mitglieder dieser Gruppen rekrutieren seit mehreren Jahren für Krypto-Unternehmen, um Gelder zu stehlen, so der MetaMask-Sicherheitsexperte Taylor Monahan.
