In einer kanadischen Provinz wollen die Behörden Miner nach eigenem Ermessen vom Netzwerk trennen.

Die Regierung der kanadischen Provinz Manitoba hat vorgeschlagen, die Stromtarife für Bergbauunternehmen und Rechenzentren zu verdoppeln und den Stromverbrauch einzuschränken, da das Stromnetz stark überlastet sei.
Finanzminister Adrien Sala erklärte, die Behörden sollten das Recht erhalten, Bergbauunternehmen während der Spitzenzeiten im Stromnetz von Manitoba Hydro abzuschalten. Laut Sala seien Bergbauunternehmen und Rechenzentren schädlich für die lokale Wirtschaftsentwicklung, da sie enorme Mengen an Strom verbrauchen und nur wenige Arbeitsplätze schaffen.
Guildo Theriault, Mitbegründer und CEO von Gator Mining, sprach sich gegen die Regierungsinitiative aus und argumentierte, solche Beschränkungen würden Bergbauunternehmen in den Ruin treiben. Der Unternehmer ist der Ansicht, die Behörden sollten die Interessen von Bergbauunternehmen berücksichtigen, die im Einklang mit den lokalen Gesetzen arbeiten. Brett Kristjanson, ein Vertreter von Gator Mining, befürchtet, dass viele Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze und damit die Möglichkeit verlieren werden, ihre Kredite zu bedienen. Laut Kristjanson hat das Unternehmen in den letzten drei Jahren über 600.000 US-Dollar an Gehältern gezahlt und entrichtet jährlich 32.000 US-Dollar an Grundsteuer.
Mehrere kanadische Provinzen haben bereits ähnliche Beschränkungen eingeführt. Hydro-Québec, Kanadas größter staatlicher Energiekonzern, hat die Genehmigung erhalten, für Minenbetriebe und Rechenzentren doppelt so hohe Gebühren zu erheben wie für Industrieanlagen. In British Columbia ist der Anschluss neuer Minenanlagen an das Stromnetz untersagt.
Das kanadische Finanzministerium hat kürzlich die Anforderungen an Emittenten von Stablecoins präzisiert. Diese müssen sich nun bei der Bank von Kanada registrieren und regelmäßig Finanzberichte einreichen. Im März begann das kanadische Parlament mit der Beratung eines Gesetzentwurfs, der Spenden von Kryptowährungen an Politiker verbieten soll.
