Investoren des Bitcoin-Mining-Unternehmens von Trumps Sohn verloren 500 Millionen Dollar — Forbes

Laut Forbes haben Privatanleger von American Bitcoin, einem Mining-Unternehmen, das vom Sohn des US-Präsidenten Eric Trump mitgegründet wurde, 500 Millionen Dollar verloren.
Das Unternehmen ging im September 2025 mit einer Bewertung von 13,2 Milliarden US-Dollar an die Nasdaq, doch seitdem sind die Aktien um 92 % gefallen. Eric Trumps Vermögen wuchs im selben Zeitraum von rund 190 Millionen auf 280 Millionen US-Dollar – laut Forbes investierte er kein eigenes Geld in das Unternehmen.
Das Unternehmen gab an, dass die Kosten für das Bitcoin-Mining bei 57.000 bis 58.000 US-Dollar pro Coin liegen, also fast der Hälfte des damaligen Marktpreises. Wie Forbes jedoch klarstellt, umfasst diese Berechnung lediglich die Betriebskosten. Unter Berücksichtigung der Investitionsausgaben, einschließlich Ausrüstung, Marketing und Abschreibungen, könnten die Kosten 90.000 bis 92.000 US-Dollar erreichen. Aktuell sind die Betriebskosten auf etwa 47.000 US-Dollar gesunken, die Gesamtkosten bleiben jedoch unverändert.
Die Veröffentlichung beleuchtete auch die Unternehmensstruktur. Im Rahmen der Vereinbarung mit Hut 8 erhielt American Bitcoin Zugang zu der Ausrüstung, während der Partner die Kontrolle über die Rechenzentren, die Infrastruktur und das operative Management behielt. Laut Geschäftsbericht beschäftigte das Unternehmen lediglich zwei Vollzeitmitarbeiter.
Zwischen August und September 2025 erwarb American Bitcoin Mining-Ausrüstung im Wert von rund 330 Millionen US-Dollar. Als Sicherheit diente Bitcoin, wobei das Unternehmen die Zahlungsmethode frei wählen konnte. Steigte der Kurs, konnte American Bitcoin die Ausrüstung mit Fiatgeld bezahlen und die Kryptowährung behalten. Fiel der Kurs hingegen, konnte das Unternehmen die Vermögenswerte an den Lieferanten übertragen.
Nach dem Deal fiel der Bitcoin-Kurs um etwa 30 %. Laut Forbes riskiert das Unternehmen bei Fortsetzung des aktuellen Trends den Verlust der zugesagten 3.090 BTC, da es bisher nur etwa 1.800 BTC geschürft hat. Sollte sich der Markt nicht erholen, könnten die gesamten geschürften Kryptowährungen zur Bezahlung von Ausrüstung verwendet werden, deren Gültigkeit voraussichtlich im August 2027 abläuft.
Forbes stellte außerdem fest, dass rund 70 % der Krypto-Assets von American Bitcoin nicht durch Mining, sondern durch den Verkauf von Aktien und den anschließenden Kauf von Bitcoin am Markt erworben wurden. Nach dem Börsengang beschaffte sich das Unternehmen aktiv Kapital: Innerhalb von 27 Tagen verkaufte es 11 Millionen Aktien für 90 Millionen US-Dollar und erwarb dabei rund 725 BTC. Die Emissionen setzten sich in den folgenden Monaten fort – insbesondere wurden von Oktober bis November weitere 7 Millionen Aktien für 44 Millionen US-Dollar und anschließend 47 Millionen Aktien für 106 Millionen US-Dollar verkauft. Vom 1. Januar bis zum 25. März verkaufte American Bitcoin weitere 84 Millionen Aktien für 111 Millionen US-Dollar und erwarb dabei rund 1.430 BTC.
Laut Forbes gab American Bitcoin von seiner Gründung bis Ende März rund 525 Millionen US-Dollar für Kryptowährungen aus, deren Wert aktuell bei etwa 390 Millionen US-Dollar liegt. Somit verbrauchte das Unternehmen rund 135 Millionen US-Dollar an Aktionärsgeldern.
Die Publikation merkte an, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens größtenteils auf Arbitrage zwischen einer hohen Marktbewertung und dem Erwerb von Bitcoin durch die Ausgabe zusätzlicher Aktien beruhe. Laut Forbes sei das Interesse von Privatanlegern an amerikanischem Bitcoin teilweise auf die Marke der Familie Trump zurückzuführen. Eric Trump bezeichnete Forbes daraufhin als „politische Waffe“ und „Schande für den Journalismus“.
Zuvor hatten Analysten der Bitcoin Treasuries-Plattform berichtet, dass amerikanische Bitcoins hinsichtlich der Anzahl der angesammelten Bitcoins auf Platz 16 unter den börsennotierten Unternehmen aufgestiegen seien.
